Energie
Stromautobahn rückt näher: Baubeginn 2023 angepeilt

Dortmund (dpa/lnw) - Der Bau der Stromautobahn A-Nord durch Nordrhein-Westfalen ist einen Schritt näher gerückt. Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion hat die Planungsunterlagen bei der Bundesnetzagentur eingereicht. Bis zum Baubeginn dürfte es aber noch bis 2023 dauern, wie ein Amprion-Sprecher am Montag sagte. Die Bauzeit werde dann vermutlich drei Jahre betragen. Die Gleichstromverbindung A-Nord von Emden nach Osterath bei Düsseldorf soll künftig die größtenteils auf See erzeugte Windenergie in den Westen und Süden Deutschlands transportieren.

Montag, 04.05.2020, 17:43 Uhr aktualisiert: 04.05.2020, 17:52 Uhr
Eine Rabenkrähe fliegt bei strahlend blauem Himmel über eine Stromtrasse hinweg. Foto: Nicolas Armer

Amprion hat für das Erdkabel einen 1000 Meter breiten Trassenkorridor geplant. Neben der von Amprion bevorzugten Variante hat das Unternehmen nach Vorgaben der Bundesnetzagentur auch Varianten untersucht, etwa für die genaue Stelle der Unterquerung des Rheins. Nach einer Beteiligung der Öffentlichkeit, bei der Kommunen, Planungsbehörden und Privatleute Stellungnahmen abgeben können, entscheidet die Netzagentur über den genauen Verlauf des Korridors. Anschließend muss Amprion innerhalb dieses Korridors den genauen Verlauf der 24 Meter breiten Trasse planen.

Amprion bevorzugt einen Verlauf der Leitung weitgehend entlang der deutsch-niederländischen Grenze. Das Ruhrgebiet wird dabei umgangen. In Osterath wird das Erdkabel mit einer bestehenden Freileitung verbunden, die nach Philippsburg in Baden-Württemberg führt.

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