Kriminalität
Postmitarbeiter verhindern Betrug an Seniorin

Oberhausen/Braunschweig (dpa/lnw) - Aufmerksame Postmitarbeiter in Braunschweig und Oberhausen haben im letzten Moment verhindert, dass eine 84 Jahre alte Oberhausenerin Opfer eines Trickbetrügers geworden ist. Ein unbekannter Mann hatte die Frau nach Polizeiangaben vom Dienstag angerufen, sich als Rechtsanwalt ausgegeben und behauptet, dass ihr im Sterben liegender Ehemann mehrere tausend Euro Gewinnspielschulden habe, die beglichen werden müssten. Sie solle Geld in Umschläge stecken und an eine Braunschweiger Adresse senden. Kurze Zeit später starb ihr Mann. Die trauernde Witwe wollte anschließend die angeblichen Schulden des Verstorbenen begleichen und schickte die Umschläge mit dem Geld als Einschreiben los.

Dienstag, 05.05.2020, 17:28 Uhr aktualisiert: 05.05.2020, 17:42 Uhr
Der Schatten eines Polizisten fällt auf ein Polizeiauto. Foto: Franziska Kraufmann

Der Polizei zufolge sollten die Briefe an eine Adresse mit offenen Briefkästen und Türen gehen. Polizisten hatten in der Vergangenheit bereits mehrfach darüber informiert, dass gerade diese Briefkästen von Kriminellen für Betrugsstraftaten genutzt würden. Als die Einschreiben nun in Braunschweig zugestellt werden sollten, wurden Postmitarbeiter stutzig und informierten die Beamten. Auf Anordnung eines Gerichts wurden die Briefe geöffnet und das Geld gefunden.

Das Problem: Die Briefe hatten keinen Absender. Ausfindig gemacht werden konnte aber die Postfiliale in Oberhausen, in der sie aufgegeben worden waren. Einige Tage später erkannte die Filialleiterin die Seniorin bei einem erneuten Besuch wieder und informierte die Polizei. Die 84-Jährige erhielt ihr Geld schließlich zurück.

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