Fußball
SPD-Politiker Kutschaty fordert Umdenken im Profi-Fußball

Düsseldorf (dpa) - Thomas Kutschaty, Fraktionsvorsitzender der SPD in NRW, hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) in einem Offenen Brief zum Umdenken aufgefordert. «Die Rückkehr zur vermeintlichen Normalität des Geschäfts wäre ein falsches, ein fatales Zeichen», kommentierte der Politiker am Mittwoch in einem an den DFL-Chef Christian Seifert adressierten Schreiben mit Bezug auf die in der Corona-Krise gesunkene Akzeptanz für den Profi-Fußball.

Mittwoch, 06.05.2020, 13:36 Uhr aktualisiert: 06.05.2020, 13:42 Uhr
Thomas Kutschaty, SPD-Fraktionsvorsitzender, fordert die DFL in einem Offenen Brief zum Umdenken auf. Foto: Federico Gambarini

Kutschaty begrüßte den Vorschlag von Seifert, die Einführung des sogenannten Salary Caps voranzutreiben: «Eine solche Begrenzung von Beraterhonoraren, Ablösesummen und Spielergehältern ist jetzt die richtige Maßnahme, um den immer größer werdenden Absurditäten des Geschäfts entgegenzutreten. Damit ließe sich dafür sorgen, dass die Freude in die Stadien wirklich zurückkehren kann.»

Der Oppositionsführer im NRW-Landtag regte eine «Selbstverpflichtung der europäischen Ligen» an. Dabei könnte die Bundesliga «mit einem eigenen Regelwerk vorangehen und die Grenzen der Unvernunft im Spannungsverhältnis von Sport und Wirtschaft vorbildlich aufzeigen». Sollte es bei «einzelnen Verbänden oder bei Vereinen Widerstand geben», könne die Politik «einen Vermittlungsrahmen schaffen».

Die Sozialdemokratie habe «sich in den vergangenen Jahren immer wieder für eine gesetzliche Regelung von Maß und Mitte bei Spitzenvergütungen stark gemacht. Eine steuerliche Abzugsbeschränkung für unangemessene Gehälter, Honorare und Spielerablösen wäre dafür ein denkbarer Einstieg», schrieb Kutschaty.

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