Ausstellungen
Sammler Olbricht zieht sich von Berlin nach Essen zurück

Berlin (dpa) - Gerade hat sein «me Collectors Room» in Berlin zehnjähriges Bestehen gefeiert, nun zieht sich Sammler Thomas Olbricht nach Essen zurück, wo er mit seiner Frau Claudia lebt. Dorthin soll künftig die Vermittlungsarbeit in der kulturellen Bildung verlegt werden, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heißt.

Donnerstag, 07.05.2020, 19:22 Uhr aktualisiert: 07.05.2020, 19:32 Uhr
Der Kunstsammler Thomas Olbricht steht bei der Eröffnung der Ausstellung "Kirchner - Richter - Burgert" im me Collectors Room vor den Werken "Ihr schön" (l) und "Schergen" des Künstlers Jonas Burgert. Foto: Jörg Carstensen

In die Räume in der Auguststraße - einer der Hotspots der Berliner Galeristenszene - soll nach Umbauarbeiten die Sammlung Peter Janssen als «Samurai Museum Berlin» mit einer umfangreichen Kollektion zu Ästhetik, Handwerks- und Kriegskunst der japanischen Kämpfer einziehen.

In Essen unterstützt die Stiftung Olbricht bereits eine Schule und plant weitere Partnerschaften in der Region, um kulturellen Bildung zu fördern. Mit dem Museum Folkwang in Essen wird ein Programm «Artist in Residence» vorbereitet. Bis Ende nächsten Jahres soll das Olbrichtsche «Wunderkammerschiff» weiter als musealer Raum durch Brandenburg fahren.

Noch kurz vor Beginn der Corona-Krise hatte Olbricht eine umfassende Ausstellung «Moving energies» mit Höhepunkten seiner Sammlung eröffnet. Dabei zeigte er Arbeiten unter anderem von Gerhard Richter, Pipilotti Rist, Timm Ulrichs, Louise Lawler, Günther Uecker, Thomas Schütte, Katharina Fritsch, A.R. Penck, Emil Nolde, Imi Knoebel, Joseph Beuys oder Cindy Sherman.

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