Kriminalität
Cyber-Attacke auf Ruhr-Universität: Urheber weiter unbekannt

Bochum (dpa/lnw) - Nach dem Cyber-Angriff auf die Verwaltung der Ruhr-Universität Bochum ist weiter unklar, wer dahinter steckt. «Wir wissen noch nicht, wer das war», sagte RUB-Sprecher Hubert Hundt am Freitag. Der Angriff werde jetzt von IT-Experten der Universität und einer Firma für IT-Sicherheit analysiert. Es gebe bisher keine Hinweise darauf, dass die IT-Sicherheitssysteme nicht ausreichend waren. Bei der Polizei habe die Universität Strafanzeige erstattet.

Freitag, 08.05.2020, 16:54 Uhr aktualisiert: 08.05.2020, 17:02 Uhr
Menschen gehen über den Campus der Ruhr-Universität. Foto: Henning Kaiser

«Fest steht, dass es ein feindlicher, externer Angriff mit einer Verschlüsselungssoftware war», sagte Hundt. Vor allem die zentrale Verwaltung sei betroffen. Unter anderem funktioniere der E-Mail-Versand über das Exchange-System derzeit nicht. «Wir hoffen, dass der Schaden gering ist und dass unsere Backup-Systeme in der Lage sind, alles wieder herzustellen.» Wie lange sich der Angriff auswirke, sei noch unklar.

Die digitale Lehre könne weiterlaufen, betonte er. «Die notwendigen Lernplattformen wie Moodle oder Zoom laufen nicht über die von der Attacke betroffenen Server.» In Bochum studieren derzeit gut 43 000 Menschen. Wegen der Corona-Pandemie gibt es im Sommersemester nur Online-Lehrangebote.

Der Angriff war in der Nacht auf Donnerstag bemerkt worden. Ein Großteil der zentralen IT-Infrastruktur wurde daraufhin außer Betrieb genommen. Mit einem Cyber-Angriff hatte im Winter auch die Universität Gießen wochenlang zu kämpfen.

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