Immobilien
LEG profitiert von höheren Mieten und Zukäufen

Düsseldorf (dpa) - Höhere Mieten und jüngste Zukäufe treiben den Immobilienkonzern LEG weiter an. Das Periodenergebnis betrug im ersten Quartal 66,5 Millionen Euro, wie der im MDax notierte Konzern am Montag in Düsseldorf mitteilte. «Wir sehen uns auf einem guten Weg, unsere gesteckten finanziellen Ziele für 2020 zu erreichen», sagte Unternehmenschef Lars von Lackum.

Montag, 11.05.2020, 10:29 Uhr aktualisiert: 11.05.2020, 10:42 Uhr

Ein Jahr zuvor hatte LEG noch einen Verlust von 57 Millionen Euro ausgewiesen. Da die Nachfrage nach deutschen Wohnimmobilien auch im aktuellen Umfeld anhalten dürfte, rechnet das Unternehmen im zweiten Quartal mit einer Aufwertung seiner Immobilien.

Vor allem in den Großstädten steigen die Mieten schon seit Jahren. Inzwischen holen aber auch zahlreiche mittelgroße Städte kräftig auf. Die Miete auf vergleichbarer Fläche in LEG-Immobilien stieg im ersten Quartal um 2,8 Prozent auf durchschnittlich 5,88 Euro pro Quadratmeter, teilte der Konzern weiter mit.

Zum Mietanstieg trugen auch maßgeblich Modernisierungen bei. LEG gab im ersten Quartal für Modernisierungen gut 80 Prozent mehr aus als ein Jahr zuvor. Immobilienkonzerne dürfen einen Teil der Kosten für energetische Maßnahmen wie etwa neue Fenster oder Dämmungen der Fassade auf die Mieter umlegen. Allerdings werde das Mietwachstum im laufenden Jahr weniger stark als die bisher prognostizierten 2,8 Prozent zulegen, hieß es weiter. LEG begründete dies mit dem freiwilligen zeitlich begrenzten Verzicht auf Mieterhöhungen wegen der Corona-Krise und dem gesetzlich möglichen Zahlungsaufschub von Mieten.

Der Gegenwind für die großen Wohnimmobilien-Konzerne wird in Deutschland schärfer. Erst jüngst verlängerte der Bundestag angesichts der anhaltenden Wohnungsnot die Mietpreisbremse um fünf Jahre und verschärfte sie zudem. Künftig können Mieter zu viel gezahlte Miete auch für bis zu zweieinhalb Jahre rückwirkend zurückfordern.

Für das laufende Jahr peilt LEG weiter einen operativen Gewinn von 370 Millionen bis 380 Millionen Euro an. Im ersten Quartal hat der operative Gewinn aus dem laufenden Geschäft (FFO1) im Jahresvergleich um 10,7 Prozent auf 94 Millionen Euro zugelegt.

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