Demonstrationen
Gegner von Corona-Beschränkungen wollen demonstrieren

Köln (dpa) - In Köln ist für Samstag wieder eine Demonstration gegen die Corona-Beschränkungen angemeldet. Die Kundgebung auf der Deutzer Werft auf der rechten Rheinseite von 15.00 bis 18.00 Uhr steht unter dem Motto «Grundrechte schützen - Für Freiheit und Gerechtigkeit». Angemeldet sind 500 Teilnehmer. Sie wollen eine Menschenkette über die Deutzer Brücke bilden. Die Polizei will nach eigenen Angaben vom Freitag gut 100 Polizisten einsetzen.

Freitag, 22.05.2020, 17:53 Uhr aktualisiert: 22.05.2020, 18:02 Uhr

Von 16.00 bis 19.00 Uhr gibt es auf dem Roncalliplatz neben dem Dom außerdem eine Demonstration unter dem Motto «Evakuiert alle Lager». Hier werden 200 Teilnehmer erwartet. Ähnliche Kundgebungen gibt es zeitgleich in mehreren deutschen und europäischen Städten. «Neben dem Mittelmeer droht nun in den griechischen Lagern eine humanitäre Katastrophe mit zahlreichen Toten durch das Coronavirus», teilte Julia Solbach von der Bewegung «Seebrücke» mit. Die europäischen Politiker schauten gezielt weg. Dagegen solle demonstriert werden.

Polizeipräsident Uwe Jacob erinnerte die Teilnehmer der Kundgebungen daran, dass sie die geltenden Bestimmungen gegen die Verbreitung von Corona einhalten müssten. Mit Blick auf Forderungen, Versammlungen bei Verstößen gegen die Abstandsvorgaben konsequent aufzulösen, sagte Jacob: «Wir gehen mit Augenmaß vor.» Ein einzelner Verstoß führe nicht sofort zur Auflösung. Es sei dann erst einmal der Versammlungsleiter in der Pflicht. «Wenn der Versammlungsleiter seinen Pflichten nicht nachkommt oder Zuwiderhandlungen akzeptiert, wird die Polizei tätig. Die Auflösung einer Versammlung kommt nur als allerletzter Schritt infrage.»

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