Kriminalität
Gesuchter Ehemann nach Messerattacke weiter flüchtig

Duisburg (dpa/lnw) - Nach einer Messerattacke auf eine 40-Jährige in Duisburg ist der gesuchte Ehemann weiter auf der Flucht. Der 39-Jährige steht im Verdacht, seine von ihm getrennt lebende Frau am Mittwochnachmittag an einer Grünanlage angegriffen und schwer verletzt zu haben. Rettungskräfte brachten die 40-Jährige mit Schnittverletzungen ins Krankenhaus, sie musste notoperiert werden. Die Frau sei außer Lebensgefahr, erklärte eine Polizeisprecherin am Donnerstagmorgen. Nach dem mutmaßlichen Täter werde bundesweit gefahndet.

Donnerstag, 04.06.2020, 13:19 Uhr aktualisiert: 04.06.2020, 13:33 Uhr
Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Nach ersten Erkenntnissen war die 40-Jährige mit den gemeinsamen fünf Töchtern im Alter zwischen sieben und 19 Jahren unterwegs, als der 39-Jährige plötzlich aufgetaucht sein soll. Er habe seine Frau zur Rückkehr in die pfälzische Heimat bewegen wollen, sie habe jedoch abgelehnt. Dann habe der 39-Jährige das Messer aus einer Tasche gezogen und zugestochen. Er soll seine Frau am Hals verletzt haben.

Nach Angaben der Ermittler hatte die 19-jährige Tochter der beiden versucht, dazwischenzugehen, und dabei ebenfalls Schnittverletzungen erlitten. Auch sie wurde in eine Klinik gebracht, Lebensgefahr bestehe aber nicht, hieß es nach der Tat. Der 39-Jährige sei zu Fuß geflüchtet.

Die Staatsanwaltschaft geht von einem versuchten Tötungsdelikt aus. Eine Mordkommission übernahm die Ermittlungen.

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