Fußball
Bielefelds Soukou noch unsicher über T-Shirt-Protest

Bielefeld (dpa/lnw) - Fußball-Profi Cebio Soukou von Zweitliga-Tabellenführer Arminia Bielefeld hat sich erfreut gezeigt über die Rassismus-Proteste nach dem gewaltsamen Tod des US-Amerikaners George Floyd. Der Offensivspieler hat aber noch nicht entschieden, ob er sich den öffentlichen Protesten am Wochenende anschließt. «Dass ich mich da klar positioniere, ist klar. Ich habe auch meinen Hintergrund», sagte der in Bochum geborene Nationalspieler des Benin am Freitag. «Ich habe mir aber noch keine Gedanken gemacht, ob ich ein T-Shirt drunterziehe, auf dem ein Statement steht.»

Freitag, 05.06.2020, 13:10 Uhr aktualisiert: 05.06.2020, 13:22 Uhr
Cebio Soukou von Arminia Bielefeld in Aktion. Foto: Tom Weller

Grundsätzlich hält der 27-Jährige die Solidaritätsaktionen vieler prominenter Kollegen aus der Bundesliga aber für richtig und wichtig. «Bei einem solch traurigen Ereignis ist es wichtig, Zeichen zu setzen. Deshalb finde ich es gut, wenn Menschen, auf die viele Augen gerichtet sind, öffentlich ihre Meinung äußern», sagte Soukou. «Als Fußballer ist es aber heute schwierig, zu einer Meinung zu stehen. Normalerweise darf man ja nicht mal mehr ein T-Shirt drunter tragen, auf dem 'Danke Gott' steht.»

Nach den Protesten gegen den Tod des Afroamerikaners Floyd, der infolge eines brutalen Polizeieinsatzes in Minneapolis starb, hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) von einer Bestrafung der Spieler abgesehen und angekündigt, seine Linie auch bei neuerlichen Anti-Rassismus-Aktionen an den kommenden Spieltagen beizubehalten.

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