Fußball
Jokertor - Freiburgs Petersen schockt Mönchengladbach

Borussia Mönchengladbach hat den erhofften Sieg beim SC Freiburg und damit wichtige Punkte für die angestrebte Qualifikation zur Champions League verpasst. Zum Matchwinner wurde ein Stürmer, der für seine Qualitäten als Joker bekannt ist.

Samstag, 06.06.2020, 08:03 Uhr aktualisiert: 06.06.2020, 08:12 Uhr
Luca Waldschmidt von Freiburg in Aktion. Foto: Patrick Seeger

Freiburg (dpa) - Anders als die Gladbacher Profis lächelte Nils Petersen. Der Auftakt des 30. Spieltags in der Fußball-Bundesliga hatte für den Ex-Nationalstürmer des SC Freiburg auf der Ersatzbank begonnen. Dann aber bewies der Torjäger einmal mehr seine Qualitäten als Einwechselspieler und schockte mit seinem Treffer zum 1:0 (0:0) der Badener die Mannschaft von Borussia Mönchengladbach. «Das ist wieder so ein Freitagabend, der am meisten Spaß macht», bilanzierte Petersen: «Fluchtlicht, nur die Zuschauer haben gefehlt. Das sind die Abende, die man sich als Stürmer wünscht.»

Für Nationalstürmer Luca Waldschmidt hatte Petersen diesmal seinen Platz in der Startelf räumen müssen. Als er dann in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde (57. Minute), war er sofort mit seiner ersten Aktion zur Stelle. Nach einem Freistoß traf der Rekord-Joker der Bundesliga per Kopfball in der 58. Minute. «Das war ein super Gefühl, die eine Aktion braucht man. Wenn ich die nicht gehabt hätte, heißt es, die Einwechslung war verschenkt», beschrieb Petersen.

Dank des 31-Jährigen versetzte der SC Freiburg den Gladbachern einen Rückschlag im engen Rennen um die begehrte Qualifikation für die Champions League. Der Tabellenachte aus dem Breisgau hat mit nun 41 Punkten selbst Chancen auf die Europa League.

«Jetzt haben wir den Klassenerhalt sicher und jetzt geht es darum, dass wir noch irgendwie nach oben schielen, warum nicht», meinte der Torschütze. Freiburg hatte zuvor keins der vier Spiele nach der Coronavirus-Unterbrechung gewonnen und kam gegen in der ersten Halbzeit dominante Gladbacher auch dank des Willen und der Leidenschaft sowie der Stärke bei Standard-Situationen zum Sieg.

«Man kann sich immer auf den Nils verlassen», lobte Streich: «Der ist einfach ein Leader, er ist ein Vorbild für alle jungen Spieler und nur über den Weg ist er Nationalspieler geworden.» Sein Gladbacher Trainer-Kollege Marco Rose haderte dagegen: «Dann bekommen wir einen unnötigen Standard. Das Zustandekommen ist unnötig und wir verteidigen ihn dann sehr unaufmerksam.»

Die Gladbacher verpassten nicht nur drei wichtige Punkte im Saison-Endspurt, sondern verloren auch noch Stürmer Alassane Plea wegen einer Gelb-Roten-Karte (68.). Der Franzose wird damit im kommenden Auswärtsspiel beim Beinahe-Meister FC Bayern München fehlen. Im Anschluss an den Platzverweis sah Sportdirektor Max Eberl die Rote Karte und musste die Ersatzbank verlassen.

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