Prozesse
Hehlerei mit gestohlenen Luxusautos: Viereinhalb Jahre Haft

Bonn (dpa/lnw) - Wegen Hehlerei von gestohlenen Luxusautos hat das Bonner Landgericht am Mittwoch einen Angeklagten zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Nach Überzeugung des Gerichts hatte der 47-Jährige als führendes Mitglied einer Bande in 19 Fällen europaweit entwendete oder unterschlagene Fahrzeuge in die Ukraine gebracht. Dort wurden die Identifikationsnummern der Autos entfernt und mit sogenannten Fahrzeugdubletten neu ausgestattet. «Die Qualität der Fälschungen war so hoch, dass sie selbst beim TÜV nicht erkennbar waren», hieß es im Urteil.

Mittwoch, 01.07.2020, 16:17 Uhr aktualisiert: 01.07.2020, 16:32 Uhr
Eine modellhafte Nachbildung der Justitia. Foto: Volker Hartmann

Anschließend wurden die Autos nach Deutschland gebracht, wo sie bei Straßenverkehrsämtern mit gefälschten Papieren zugelassen und anschließend von der Bande für einen Gesamtwert von mehreren 100 000 Euro verkauft wurden. Wegen des umfassenden Geständnisses des Angeklagten fiel das Urteil milde aus. Der Staatsanwalt hatte sechs Jahre Haft gefordert.

Neben dem Familienvater waren auch seine vier Söhne angeklagt. Das Verfahren gegen zwei von ihnen war bereits zuvor wegen geringer Schuld gegen Geldauflagen eingestellt worden, die anderen beiden waren nicht zum Prozess erschienen.

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