Gesundheit
Hygienekonzept von Tönnies: Beratungen werden fortgesetzt

Gütersloh (dpa/lnw) - Die Beratungen über ein Hygienekonzept für die schrittweise Wiederaufnahme des Betriebs beim Fleischverarbeiter Tönnies nach dem Corona-Ausbruch sollen zeitnah fortgesetzt werden. Die bisherigen Gespräche seien konstruktiv verlaufen, sagte ein Sprecher der Bezirksregierung Detmold am Montag. Man habe sich auf ein Verfahren geeinigt, unter welchen Bedingungen, welche Betriebsteile wieder geöffnet werden. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. «Konsens dabei war, dass die Sicherheit vor möglichen Ansteckungen im Vordergrund steht», sagte der Sprecher. Am Dienstag sollen «erste Begehungen durch themenspezifische Arbeitsgruppen» stattfinden».

Montag, 06.07.2020, 18:30 Uhr aktualisiert: 06.07.2020, 18:42 Uhr
Sven-Georg Adenauer (CDU), Landrat des Kreises Gütersloh, spricht auf einer Pressekonferenz. Foto: Federico Gambarini

Auch der Gütersloher Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) bezeichnete die laufenden Gespräche als konstruktiv, bekräftigte aber: «Einen Neustart gibt es erst, wenn alles sicher ist.» Die Firma Tönnies müsse die neuen Konzepte nach den Vorgaben der Behörden umsetzen.

Nach dem massiven Corona-Ausbruch in dem Fleischunternehmen mit über 1000 positiv auf das Coronavirus getesteten Mitarbeitern am Tönnies-Standort Rheda-Wiedenbrück war der Schlachtbetrieb bis auf weiteres gestoppt worden. Die Stadt hatte die Schließungsverfügung bis zum 17. Juli verlängert, jedoch Ausnahmeregelungen für einzelne Bereiche der Fleischverarbeitung zugelassen. Dazu muss das Unternehmen einen Antrag stellen und ein entsprechendes Konzept zum Gesundheits- und Arbeitsschutz vorgelegen.

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