Fußball
Sachsen erwägt Fußballspiele mit Fans: Skepsis aus NRW

Düsseldorf (dpa/lnw) - Ein Vorstoß aus Sachsen, ab September eventuell wieder Fans in Fußballstadien zuzulassen, stößt auf Skepsis in der nordrhein-westfälischen Politik: «Eine Bundesliga, in der Zuschauer bezahlen, aber nicht Rufen und Singen dürfen, kann ich mir in NRW nicht vorstellen», twitterte SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty am Dienstag. Er bezog sich auf Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD), die gesagt hatte, Rufen, Singen und Schreien sollten bei einer Rückkehr der Fans im Stadion möglichst vermieden werden.

Dienstag, 07.07.2020, 18:34 Uhr aktualisiert: 07.07.2020, 18:42 Uhr
Thomas Kutschaty, der SPD-Fraktionsvorsitzender im nordrhein-westfälischen Landtag. Foto: Federico Gambarini

Köpping hatte am Dienstag in Aussicht gestellt, dass vom 1. September an wieder Zuschauer in Sachsens Fußballstadien und Hallen zugelassen werden könnten, wenn Hygieneregeln und Kontaktverfolgung gewährleistet seien. «Was noch nicht gelten wird ist, dass das Stadion voll ist», sagte die Ministerin. Beschlossene Sache ist der Plan noch nicht.

NRW-Oppositionsführer Kutschaty twitterte dazu weiter: «ÖPNV, Einlass, Testungen - es braucht bundesweit ausgereifte Konzepte, wie Großveranstaltungen wieder funktionieren. Keinen Schnellschuss.»

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