Kriminalität
Handel mit Chemikalien für Drogen: Firmeninhaber verhaftet

Nettetal (dpa/lnw) - Der Inhaber einer Chemikalien-Firma aus Nettetal (Kreis Viersen) soll seine Waren tonnenweise an Drogenküchen verkauft haben. Der 66-Jährige wurde nach Angaben der Polizei am Dienstag zusammen mit einem 55 Jahre alten mutmaßlichen Komplizen verhaftet. Ein dritter Verdächtiger im Alter von 23 Jahren wurde vorläufig festgenommen. «Die Ermittlungen belegen den illegalen und schwunghaften Handel mit Chemikalien im zweistelligen Tonnenbereich», erklärten die Ermittler. Auf die Spur hatten sie illegal entsorgte Abfälle gebracht.

Dienstag, 14.07.2020, 14:49 Uhr aktualisiert: 14.07.2020, 15:02 Uhr
Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Streifenwagens. Foto: Jens Wolf

Bereits im April 2018 waren im deutsch-niederländischen Grenzgebiet Giftmüllbehälter gefunden worden, die zu der Firma führten. Nach langen Ermittlungen ist die Polizei inzwischen sicher, dass der Unternehmer und seine mutmaßlichen Helfer «Chemikalien aus dem legalen Wirtschaftskreislauf entnommen und illegal an Abnehmer» weitergaben, die damit synthetische Drogen wie zum Beispiel Ecstasy herstellten. Die Polizei stürmte am Dienstag fünf Objekte und durchsuchte sie. Gegen die Abnehmer und Hersteller werden demnach eigene Verfahren geführt.

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