Fußball
Bielefelds Neuhaus wollte «nicht alles» für Bundesliga tun

Bielefeld (dpa/lnw) - Mit 60 Jahren steht Uwe Neuhaus vor seiner ersten Saison als Cheftrainer in der Fußball-Bundesliga. Doch auf das grelle Scheinwerferlicht könnte der Coach von Zweitliga-Meister Arminia Bielefeld auch verzichten. «Natürlich war die erste Bundesliga immer mein Ziel und mein Traum. Aber: Ich war nicht bereit, alles dafür zu tun. In dem Sinne, mich so darzustellen, wie ich nicht bin. Ich wollte keine großen Sprüche herausposaunen, nur um mich in den Fokus zu rücken», sagte Neuhaus in der aktuellen «Sport Bild» (Mittwoch).

Mittwoch, 12.08.2020, 10:52 Uhr aktualisiert: 12.08.2020, 11:02 Uhr
Der Bielefelder Trainer Uwe Neuhaus vor Spielbeginn am Spielfeldrand. Foto: Uli Deck

Als Co-Trainer von Matthias Sammer feierte Neuhaus 2002 die deutsche Meisterschaft mit Borussia Dortmund. Nach zahlreichen Stationen übernahm er im Dezember 2018 beim Zweitligisten im beschaulichen Ostwestfalen die Aufgabe des beurlaubten Luxemburger Trainers Jeff Saibene und führte das Team mit der zweitbesten Rückrunde der Liga noch auf den siebten Rang.

Im Sommer gelang Neuhaus mit der Arminia nach einer herausragenden Spielzeit und elf Jahren Unterklassigkeit der Aufstieg in die Bundesliga. Der bodenständige, in Hattingen (Ruhr) geborene Westfale sieht den Traditionsverein keineswegs chancenlos: «Der Klassenerhalt wäre keine Sensation für mich. Wir haben eine sehr intakte Mannschaft mit einem großartigen Charakter, insofern haben wir eine gute Chance.»

Nachrichten-Ticker