Kriminalität
Warnung vor falschen Schädlingsbekämpfern

Iserlohn/Essen (dpa/lnw) - Mit einer völlig überhöhten Rechnung für die angebliche Bekämpfung eines Wespennestes haben zwei Männer eine 87-Jährige in Iserlohn um knapp 1200 Euro betrogen. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, hatten die angeblichen Schädlingsbekämpfer der Frau am Telefon versprochen, für 250 Euro ein Wespennest in ihrem Rollladenkasten zu beseitigen. Tatsächlich kassierten sie nach ihrem angeblichen Einsatz in der Wohnung der Frau am vergangenen Freitag aber 500 Euro in bar und buchten weitere knapp 700 Euro mit der Bankkarte der Frau ab. Das Nest entfernt hatten sie nicht. Erst später fand die Familie der Seniorin im Internet Hinweise auf die betrügerische Firma.

Mittwoch, 12.08.2020, 12:15 Uhr aktualisiert: 12.08.2020, 12:22 Uhr
Ein Schädlingsbekämpfer behandelt mit Insektiziden ein Wespennest auf einem Balkon. Foto: Julian Stratenschulte

Die Polizei warnt vor unseriösen Schädlingsbekämpfern, die derzeit verstärkt unterwegs seien. Seriös koste die Entfernung eines Wespennestes zwischen 150 und 180, maximal 200 Euro, sagte eine Sprecherin des Deutschen Schädlingsbekämpferverbandes in Essen.

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