Fußball
Watzke begrüßt Konzept: «Mutiger und besonnener Schritt»

Dortmund (dpa) - Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke begrüßt das Hygiene- und Zuschauerkonzept in Leipzig, wonach der Ligarivale RB von Mitte September an wieder vor einer größeren Zuschauerzahl spielen darf. Das dortige Gesundheitsamt hatte für den Bundesliga-Auftakt am 20. September gegen den FSV Mainz 05 bis zu 8500 Zuschauer in der Leipziger Arena genehmigt. «Das ist ein mutiger, aber gleichzeitig ein sehr besonnener Schritt», sagte Watzke der «WAZ» am Dienstag.

Dienstag, 01.09.2020, 17:45 Uhr aktualisiert: 01.09.2020, 17:52 Uhr
Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund (BVB). Foto: David Inderlied

Der BVB-Chef erhofft sich von Vorgehen des Leipziger eine positive Signalwirkung für andere Gesundheitsämter, wobei das Corona-Infektionsgeschehen in den verschiedenen Regionen der Republik sehr unterschiedlich ist. Leipzig habe dadurch zum Start der neuen Saison «einen kleinen Wettbewerbsvorteil. Aber den muss man in Kauf nehmen, wenn man möchte, dass sich - immer auf Basis des jeweiligen Infektionsgeschehens und eines durchdachten, verantwortungsbewussten Konzeptes - etwas bewegt.»

Watzke glaubt, dass bei rund 8000 Fans «in so einem großen Stadion wie in Leipzig unter freiem Himmel» das Ansteckungsrisiko «sehr gering» sei. Für die Heimspiele des BVB im mehr als 80 000 Fans fassenden Dortmunder Stadion würde sich Watzke auch eine Teilzulassung von Zuschauern wünschen. Aber: «Das liegt nicht in unserer Hand. Dazu müsste zunächst ein entsprechendes Signal der Landesregierung kommen. Selbst wenn das örtliche Gesundheitsamt zuständig ist, kann man solche Entscheidungen ja nicht gegen die Landesregierung fällen.»

Doch auch in NRW gehe die «Sieben-Tage-Inzidenz» (der auf die jeweils sieben vergangenen Tage errechnete Durchschnittswert für Neu-Infizierte) weiter zurück. «Ich finde, dass eine Teilzulassung von Zuschauern deutlich früher als erst im November möglich wäre.» Das ist in NRW bisher aber nicht vorgesehen. «Solange wir mit der Zuschauerzahl im einstelligen Tausenderbereich bleiben, ist das im Freiluftbereich aus meiner Sicht kein großes Risiko.»

Watzke plädierte auf einen «Mix aus Mut und Besonnenheit», der wäre bei diesen Zahlen aus seiner Sicht möglich. Niemand wolle «zum jetzigen Zeitpunkt halbvolle oder ausverkaufte Stadien», ergänzte er.

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