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Bahnsperrung zwischen Essen und Duisburg beginnt

Die Arbeiten der Bahn für das neue elektronische Stellwerk in Duisburg gehen weiter - am Freitag bringen sie erneut eine längere Sperrung zwischen Duisburg und Essen. Es ist bereits die vierte, Busse verkehren als Ersatz. Mitte 2021 soll alles fertig sein.

Montag, 07.09.2020, 05:29 Uhr aktualisiert: 07.09.2020, 05:42 Uhr
Blick auf ein Gleis einer Bahnstrecke. Foto: Patrick Pleul

Essen/Duisburg (dpa/lnw) - Zehntausende Pendler müssen im Ruhrgebiet zwischen Essen und Duisburg ab Freitag mit längeren Fahrzeiten rechnen: Am 11. September um 5.30 Uhr beginnt eine zehntägige Sperrung der wichtigen Bahnstrecke zwischen den Großstädten bis zum 20. September um Mitternacht.

Ziel sind vor allem Arbeiten für das neue elektronische Stellwerk in Duisburg, das im Mai 2021 fertig werden soll. Daneben würden auf 28 Kilometern Kabel, Querungen und Weichenantriebe verlegt und vor allem Gleise im Raum Mülheim/Ruhr unter anderem für die modernen RRX-Züge erneuert, hatte die Bahn bereits Mitte August mitgeteilt.

Es ist bereits die vierte Sperrung auf der Strecke seit dem Frühjahr 2018. «Aber jetzt sind wir auf der Zielgeraden mit unserem neuen Stellwerk», sagte eine Bahnsprecherin. Das neue Stellwerk soll zwei ältere Anlagen in Mülheim und Essen ersetzen; allein für das Stellwerk werden 2020 rund 15 Millionen Euro investiert. Geplant ist noch eine weitere und dann vorerst letzte Sperrung der Strecke im Dezember.

Fernzüge halten wegen der Sperrung nicht in Bochum, Essen und den weiteren Bahnhöfen einschließlich Duisburg, sondern werden nördlich oder südlich umgeleitet. Die Fahrtzeit verlängere sich dadurch um zehn bis 15 Minuten, hieß es. Zwischen den Bahnhöfen setzt die Bahn als Ersatz Busse ein und empfiehlt, andere Züge zu nutzen oder Bahnhöfe in der Nähe des Reiseziels - etwa Herne für Bochum oder Gelsenkirchen für Essen - anzusteuern.

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