Kriminalität
NRW startet Opferschutzportal im Netz

Düsseldorf (dpa/lnw) - Für Opfer von Gewalt hat die Landesregierung ein Online-Portal mit Hilfsangeboten eingerichtet. Betroffene und Angehörige sollen damit schnell Ansprechpartner und Beratungsstellen für ihre Situation finden. Gleichstellungsministerin Ina Scharrenbach (CDU) stellte das Portal am Montag in Düsseldorf vor. «Jedes Opfer, egal welchen Alters oder welchen Geschlechts, soll zügige, verlässliche und auf seine individuelle Situation zugeschnittene Unterstützung erfahren», sagte sie. Das Portal geben einen Überblick über alle vom Land geförderten Angebote wie Telefonhotlines, Zufluchtsorte oder Trauma-Ambulanzen. Ein Beratungsstellen-Finder solle Hilfesuchenden zudem ein passendes Angebot in der Nähe zeigen.

Montag, 07.09.2020, 15:07 Uhr aktualisiert: 07.09.2020, 15:22 Uhr
Ina Scharrenbach (CDU), Ministerin für Gleichstellung in NRW, gibt ein Statement ab. Foto: Marcel Kusch

Wichtig sei, auch Taten anzuzeigen. «Jeder Täter, der draußen frei herumläuft, kann möglicherweise andere Frauen zum Opfer machen», betonte Scharrenbach. Im Opferschutzportal könnten Opfer sexualisierter Gewalt nachlesen, wie sie eine Anzeige bei der Polizei erstatten können und welche Stationen bei der Ermittlung auf sie als Zeugen zukommen. «Niemand ist auf eine solche Situation vorbereitet. Und nur wenige Menschen wissen, was auf sie zukommt, welche Rechte sie haben und wie ein Ermittlungs- und Strafverfahren verläuft.» Künftig sollen bei dem Portal neben Deutsch auch weitere Sprachen wie Englisch, Französisch, Türkisch und Arabisch wählbar sein.

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