Kriminalität
Unfall in Hilden: Polizei ermittelt wegen verbotenen Rennens

Hilden (dpa/lnw) - Ein 24-Jähriger soll in Hilden bei Düsseldorf ohne Führerschein und unter Drogen durch die Stadt gerast sein - die Polizei ermittelt gegen ihn wegen eines illegalen Autorennens. Sein 510 PS starker Bolide sei gegen einen Hydranten, ein Straßenschild und schließlich gegen einen Baum gekracht, teilte die Polizei in Mettmann am Mittwoch mit. Der Verdächtige habe sich bei dem Unfall leicht verletzt.

Mittwoch, 09.09.2020, 15:29 Uhr aktualisiert: 09.09.2020, 15:43 Uhr
"Police" steht auf dem Display eines Polizeiwagens mit angeschaltetem Blaulicht. Foto: Friso Gentsch

Ermittelt werde nun wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens. Man gehe zwar nicht davon aus, dass der 24-Jährige mit einem Gegner um die Wette gefahren sei. Laut Strafgesetzbuch könne man sich allerdings auch eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens schuldig machen, wenn man allein deutlich zu schnell, grob verkehrswidrig und rücksichtslos im Straßenverkehr unterwegs sei - etwa, um die Grenzen seines hochmotorisierten Autos auszutesten, sagte eine Polizeisprecherin.

Den Sachschaden des Unfalls schätzte die Polizei auf 20 000 Euro. Der 24-Jährige habe «noch nie eine Fahrprüfung abgelegt», sagte die Sprecherin. Sein Beifahrer hatte sich Zeugen zufolge vor dem Eintreffen der Polizei aus dem Staub gemacht.

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