Forschung
Forscher in Dortmund entwickeln Robotikleitwagen

Dortmund (dpa/lnw) - Bei Feuerwehreinsätzen in Dortmund und Umgebung wird künftig ein spezieller Einsatzwagen helfen, Daten zu sammeln und auszuwerten. Der Robotikleitwagen «RobLW» wurde am Mittwoch von der Dortmunder Feuerwehr vorgestellt. «Im Innern des Wagens gibt es zwei Arbeitsplätze, von denen aus Bodenroboter und Drohnen gesteuert werden können», erklärte Projektkoordinator Stefan Grobelny vom Dortmunder Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie (IFR). Daneben bringe der «RobLW» auch eine eigene Funkzelle, einen eigenen Stromerzeuger, Internet und Server zur Erstellung von 3D-Modellen mit.

Mittwoch, 09.09.2020, 16:06 Uhr aktualisiert: 09.09.2020, 16:12 Uhr
Eine Drohne der Feuerwehr und ein Roboter stehen vor dem neuen Einsatzwagen. entwickelt. Foto: Fabian Strauch

Rund 200 000 Euro hat der Leitwagen gekostet, der in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Rettungsrobotik-Zentrum (DRZ) entwickelt wurde. Die im «RobLW» erhobenen Daten sollen den Angaben zufolge nicht nur der Einsatzleitung vor Ort helfen, sondern auch in die weitere Forschung des DRZ einfließen. Das Zentrum erforscht an seinem Teststandort in Dortmund mobile Robotersysteme für Feuerwehr und Rettungsdienst.

«Technische Systeme können in der Praxis wichtige Aufgaben übernehmen», sagte Grobelny. Mit Drohnen würden zum Beispiel Einsatzorte erkundet und Vermisste gesucht. Bodenroboter könnten unter anderem genutzt werden, um Gefahrstoffe zu sichern. Vor der Entwicklung des Leitwagens habe es aber noch keine Möglichkeit gegeben, die Daten der Roboter-Sensoren an einem Ort zu bündeln.

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