Extremismus
Verdachtsfälle: Verfassungsschützer war Teamleiter

Düsseldorf (dpa) - Auch ein Verfassungsschützer in leitender Funktion soll in Nordrhein-Westfalen am Austausch von Nachrichten mit «islam- und fremdenfeindlicher Konnotation» beteiligt gewesen sein. «Unter den drei rechtsextremen Verdachtsfällen beim NRW-Verfassungsschutz war auch einer, der eine teamleitende Funktion innehatte», sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) der «Rheinischen Post» (Freitag). Alle drei seien Beamte im gehobenen Dienst gewesen, die inzwischen versetzt worden seien. Zudem sei einer von einem Dienstverbot betroffen.

Freitag, 02.10.2020, 06:10 Uhr aktualisiert: 02.10.2020, 06:22 Uhr
Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen, spricht während einer Pressekonferenz. Foto: Federico Gambarini

Reul hatte am Donnerstag bestätigt, dass drei Beamte einer Observationsgruppe des NRW-Verfassungsschutzes unter Verdacht stehen, Inhalte mit «islam- und fremdenfeindlicher Konnotation» in einer Chatgruppe und in sozialen Netzwerken ausgetauscht zu haben. Das betroffene Team sei aufgelöst, das Führungspersonal ausgewechselt worden.

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