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Regierung: Merkel-Graffiti in Essen hat 4000 Euro gekostet

Das Foto eines Graffiti mit Kanzlerin Angela Merkel und einem typischen Ruhrgebiets-Spruch wurde deutschlandweit bekannt. Die SPD im Landtag wollte wissen, was der Spaß gekostet hat - und was Merkels Besuch in Essen eigentlich brachte.

Dienstag, 06.10.2020, 05:58 Uhr aktualisiert: 06.10.2020, 06:12 Uhr
Touristen lassen sich vor dem Merkel-Graffiti in Essen ablichten. Foto: Oliver Berg

Essen/Düsseldorf (dpa/lnw) - Hömma, datt wäre auch geklärt: Ein Graffiti zum Besuch von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Essen mit dem Slogan «Hömma, schön, datte hier bist!!!» hat laut Landesregierung alles in allem 4000 Euro netto gekostet. Das geht nach dpa-Informationen aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der SPD im Landtag hervor. Das großflächige Kunstwerk mit einem Porträt der Kanzlerin war im Auftrag des Landes Mitte August auf Zeche Zollverein angebracht worden.

Die SPD-Fraktion hatte das bundesweit beachtete Graffiti des Künstlers Beni Veltum als «Werbemaßnahme» bewertet - mit dem Ziel, Merkel zu schmeicheln. Laut Landesregierung war das Werk Teil der Öffentlichkeitsarbeit anlässlich des Besuchs der Kanzlerin. In den Kosten seien Konzeption, Koordination, Material, Gestaltung und Lieferung enthalten.

Auf die Frage, was Merkels Besuch in Essen überhaupt gebracht habe, antwortete die Regierung: Kanzlerin Merkel habe Interesse an der Metropole Ruhr. Das Treffen mit ihr sei eine «wichtige Veranstaltung» innerhalb des Prozesses der sogenannten Ruhr-Konferenz gewesen. Nun werde man sich um Bundesmittel für konkrete Projekte bewerben.

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