Schulen
Schulministerin: Bei Digitalisierung ist «Aufholjagd» nötig

Köln (dpa/lnw) - In Sachen Digitalisierung der Schulen muss NRW nach Ansicht von Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) eine «wahre Aufholjagd» betreiben. «Die gelingt an der einen Stelle sehr gut und an der anderen weniger», sagte Gebauer am Dienstagmorgen in der WDR 5-Sendung «Morgenecho».

Dienstag, 06.10.2020, 10:48 Uhr aktualisiert: 06.10.2020, 11:02 Uhr
Yvonne Gebauer (FDP), Schulministerin von Nordrhein-Westfalen. Foto: Federico Gambarini

Nach einer Umfrage des Westdeutschen Rundfunks unter Schulleitern besteht bei der Digitalisierung an den Schulen noch erheblicher Verbesserungsbedarf. Insgesamt bewerteten die Schulleiter die digitale Ausstattung ihrer Schulen mit der Schulnote 3,8. Gebauer sagte dazu: «Wenn wir bei der Notenvergabe bleiben möchten, dann muss man sagen, wir haben von Rotgrün bei der Digitalisierung der Schulen eine fünf minus übernommen.» 2017 hatte die amtierende Koalition aus CDU und FDP die Regierung übernommen.

Sie glaube schon, dass es noch schneller gehen könne. Allerdings müsse man auch immer schauen, was alles umgesetzt werden müsse. «Es geht um die Infrastrutur, die an vielen Schulen schlicht und ergreifend noch fehlt.» Als Beispiele nannte die Ministerin Breitbandanschluss oder WLAN-Versorgung. Es gehe aber auch um Handhabung, sprich Aus- und Fortbildung. Alles müsse parallel laufen.

Gebauer sieht die Landesregierung auf einem guten Weg. 2017 seien nur 13 Prozent aller Schulen an ein leistungsfähiges Netz angeschlossen gewesen. «Ende des Jahres liegen wir bei 60 Prozent, dann kann man schon erkennen, wie viel die Landesregieung hier in den letzten Jahren auf den Weg gebracht hat», sagte sie in dem Interview.

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