Prozesse
15 000 Euro für blinden Jagdhund? Jäger schließen Vergleich

Detmold (dpa) - Im jahrelangen Rechtsstreit um einen erblindeten Jagdterrier haben sich zwei Jäger vor dem Landgericht Detmold auf einen Vergleich geeinigt. Der Besitzer des zuvor vielfach ausgezeichneten Zuchthundes bekommt demnach 3750 Euro Schadenersatz - ursprünglich hatte er 15 000 Euro von dem anderen Jäger gefordert, wie das Gericht am Dienstag mitteilte.

Dienstag, 06.10.2020, 11:36 Uhr aktualisiert: 06.10.2020, 11:42 Uhr
Die Nachbildung der Justitia steht neben einem Holzhammer und Akten. Foto: Volker Hartmann

Der Terrier hatte 2015 bei einer Jagd einen Waschbären gestellt. Der beklagte Jäger wollte das Tier mit einem Messer erlegen, traf dabei aber im Getümmel den Hund am rechten Auge. Der Terrier erblindete rechts und später - durch Grauen Star - auch links. Sein Besitzer verklagte den anderen Jäger. Einen blinden Hund könne er weder für die Jagd noch für die Zucht einsetzen.

Das Gericht zog einen Experten hinzu. Der erklärte, dass der Jäger den Waschbären nicht weidmännisch korrekt erlegt habe und die Verletzung des Hundes am rechten Auge eine Folge dieses Fehlverhaltens sei. Der Graue Star am linken Auge des Tieres habe damit aber nichts zu tun. Beide Parteien einigten sich danach auf den Vergleich.

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