Prozesse
Passagier geht durch Nottür in Flughafen-Sicherheitsbereich

Tausende Passagiere waren im März 2019 betroffen, als der Düsseldorfer Flughafen wegen eines Sicherheitsalarms geräumt werden musste. Drei Männer waren durch eine Nottür gelaufen. Einer steht jetzt vor Gericht.

Mittwoch, 07.10.2020, 03:45 Uhr aktualisiert: 07.10.2020, 03:52 Uhr
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in der Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener

Düsseldorf (dpa) - Weil er wie zwei andere Passagiere durch eine Nottür des Düsseldorfer Flughafens gelaufen und in den Sicherheitsbereich gelangt ist, wird gegen einen Mann am Mittwoch (11.30 Uhr) vor dem Düsseldorfer Amtsgericht verhandelt. Wegen des Vorfalls am 1. März 2019 musste der Flughafen geräumt werden, Tausende Passagiere waren betroffen.

Zuvor hatte ein bis heute nicht identifizierter Mann die Nottür geöffnet - der 65-Jährige aus Griechenland und ein Hamburger Student (24) folgten ihm und gelangten so in den Sicherheitsbereich. Weil sich der Ältere gegen eine Geldbuße von 2500 Euro wehrt, kommt es jetzt zum Prozess.

Nach dem ausgelösten Alarm mussten damals die Abflugbereiche geräumt und 6500 Passagiere erneut kontrolliert werden. 48 Flüge wurden gestrichen. Die Bundespolizei ermittelte noch am selben Tag den 65-Jährigen und den Studenten. Der dritte Mann blieb - trotz Auswertung von Passagierlisten und Videos - unerkannt. So blieb man auch auf möglichen Schadenersatzansprüchen sitzen.

Der 24-Jährige aus Hamburg hatte beim Amtsgericht kürzlich mit seinem Einspruch gegen das Bußgeld Erfolg. Der Student war aus Sicht der Richterin den Männern nur hinterher gelaufen und muss nur noch 500 Euro zahlen.

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