Notfälle
Mutter stürzt und stirbt: Polizei geht von Unfall aus

Eine 29-Jährige stürzt aus dem Fenster ihrer Wohnung im dritten Stock in den Tod. Sie hinterlässt vier kleine Kinder, ihr Partner wird von der Polizei verhört. Dann stellt sich raus: Es war wohl kein Verbrechen.

Mittwoch, 07.10.2020, 19:27 Uhr aktualisiert: 07.10.2020, 19:32 Uhr
Ein Flatterband mit der Aufschrift «Polizeiabsperrung». Foto: Patrick Seeger

Duisburg (dpa/lnw) - Nach einem tödlichen Sturz einer 29-Jährigen aus einem Wohnungsfenster im dritten Stock in Duisburg geht die Polizei nach Vernehmungen des 31-jährigen Lebenspartners davon aus, dass kein Gewaltverbrechen vorliegt. «Die Ermittler gehen von einem tragischen Unfallgeschehen aus», teilte die Polizei am Mittwochabend mit. Dabei stützen sich die Beamten auf Vernehmungen von Zeugen, Aussagen des Partners und Spuren am Tatort. Der Lebensgefährte wurde aus dem Polizeigewahrsam entlassen.

In der Wohnung der Frau, die trotz Wiederbelebungsversuchen starb, waren ihre vier minderjährigen Kinder. Sie kamen mit Billigung des Jugendamtes übergangsweise bei Freunden unter.

Zunächst wurde nach Polizeiangaben ermittelt, ob es sich um eine Straftat, einen Unglücksfall oder womöglich einen Suizid handele. Dazu wurde die Frau obduziert sowie die Wohnung untersucht. Zuvor hatten die «WAZ» und die «Bild»-Zeitung berichtet, dass ein Mann von der Polizei vom Unglücksort weggebracht worden sei.

Der Gehweg vor dem Haus war am Mittwochmorgen mit Flatterband abgesperrt. Vor der Tür wurden Trauerkerzen und eine rote Rose als Zeichen der Anteilnahme abgelegt.

Nachrichten-Ticker