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«Schmidteinander»-Erfinder Herbert Feuerstein gestorben

Als «Prügelknabe» von Harald Schmidt wurde er zur Kultfigur: Der Kabarettist Herbert Feuerstein brachte TV-Zuschauer zum Lachen - und lachte dabei auch gerne über sich selbst.

Mittwoch, 07.10.2020, 15:25 Uhr aktualisiert: 07.10.2020, 15:32 Uhr
Herbert Feuerstein, Satiriker und Kabarettist. Foto: Stephanie Pilick

Köln (dpa) - Der mit der Sendung «Schmidteinander» bekannt gewordene Satiriker Herbert Feuerstein ist tot. Der Humorist starb am Dienstag im Alter von 83 Jahren in Erftstadt bei Köln, wie sein Haussender WDR am Mittwoch unter Berufung auf Feuersteins Ehefrau mitteilte.

Der im österreichischen Zell geborene Journalist war 20 Jahre lang Chef des Satire-Magazins «MAD» und bekam 1985 mit «Wild am Sonntag» seine erste eigene TV-Sendung im Ersten.

1990 folgte die Ratesendung «Psssst...». Feuerstein war Mitglied des Rateteams - und Harald Schmidt der Moderator. Das ungleiche Duo wurde wenig später mit der Comedy-Sendung «Schmidteinander» (WDR, Das Erste) zum Kult. Der kleine, stets scharfsinnig auftretende Feuerstein gab von 1990 bis 1994 bereitwillig den Prügelknaben für den großen Selbstdarsteller Schmidt - das Konzept für die Show stammte übrigens von Feuerstein.

Später war er als Forscher und Entdecker in «Feuersteins Reisen» zu sehen, sendete in «Feuersteins Nacht» zwölf Stunden lang live, wurde Ratefuchs in der Wiederauflage von «Was bin ich?» und schrieb Bücher. Feuerstein wurde mit dem Grimme-Preis, einem Bambi und dem Comedy-Ehrenpreis ausgezeichnet.

WDR-Intendant Tom Buhrow würdigte Feuerstein am Mittwoch für «seinen klugen Humor, seine herrliche Albernheit, den intelligent durchdachten Anarchismus und viele, viele höchst unterhaltsame Fernseh- und Hörfunkstunden».

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