Eishockey
Düsseldorfer EG trennt sich von Geschäftsführer Adam

Düsseldorf (dpa) - Mitten in der größten Krise der Deutschen Eishockey Liga und ihrer Clubs hat sich die Düsseldorfer EG überraschend von ihrem Geschäftsführer Stefan Adam getrennt. «Während der Pandemie bedingten Krisensituation bestanden unterschiedliche Auffassungen darüber, wie einige Weichenstellungen zur Zukunft der DEG gestaltet werden sollen», teilte die DEG am Donnerstag zur Begründung mit. Nach Informationen der «Rheinischen Post» sollen Gesellschafter und Sponsoren zuletzt arg unzufrieden gewesen sein.

Donnerstag, 08.10.2020, 13:21 Uhr aktualisiert: 08.10.2020, 13:32 Uhr

Der frühere Handball-Profi Adam war 2016 zum achtmaligen deutschen Meister gekommen. Während der Coronakrise hatte der 47-Jährige wiederholt die Politik aufgefordert, den Eishockey-Clubs auch finanziell zu helfen. Die DEL sieht sich im Gegensatz zur Handball- und Basketball-Bundesliga angesichts der bestehenden Corona-Regelungen außerstande, einen wirtschaftlichen Spielbetrieb auf die Beine zu stellen. Wann und ob die Liga in diesem Winter in eine Saison startet, ist noch unklar.

Geleitet werden soll die DEG künftig von Harald Wirtz, der unter anderem auch als Sponsor agiert, und von Sportchef Niki Mondt. Der Unternehmer Wirtz war zuvor bereits Bevollmächtigter der Geschäftsführung. Der frühere Nationalspieler Mondt ist künftig alleine für den Sport verantwortlich und erhält mehr Kompetenzen.

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