Streiks
Kitas und Rathäuser werden in Essen und Wuppertal bestreikt

Essen/Wuppertal (dpa/lnw) - Mit Arbeitsniederlegungen in städtischen Kitas und Rathäusern in Essen und Wuppertal starten die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in NRW am Montag in eine weitere Woche mit Warnstreiks. In Wuppertal, das mit einer hohen Zahl von Neuinfektionen als Corona-Risikogebiet eingestuft wurde, werde man jedoch auf eine Kundgebung verzichten, teilte eine Sprecherin von Verdi NRW am Samstag mit. In Essen sind ein Demonstrationszug und eine Kundgebung geplant - in Gruppen von zehn Leuten und mit Mund-Nasen-Schutz.

Samstag, 10.10.2020, 13:02 Uhr aktualisiert: 10.10.2020, 13:12 Uhr
Ein Demonstrant hat eine Warnweste mit der Aufschrift «ver.di» an. Foto: Tom Weller

NRW-weit sollen die Aktivitäten, die es seit der letzten Verhandlungsrunde im September gegeben habe, in dieser Woche fortgesetzt und ausgeweitet werden, teilte sie mit. Dabei könne es auch zu Streiks in Kitas und Kliniken kommen, wobei in den Krankenhäusern weiterhin mit Notdienstvereinbarungen gearbeitet werde. Auch in den folgenden Tagen werde man regional abhängig vom Infektionsgeschehen «mit Bedacht» über das Vorgehen entscheiden.

Zum ganztägigen Warnstreik am Montag aufgerufen sind in beiden Städten unter anderem Beschäftigte des Jobcenters und der städtischen Kitas, der Verwaltung, der Straßenreinigung und der Städtischen Bühnen. Die Stadt Essen rechnet laut Mitteilung mit erheblichen Einschränkungen bei der Stadtverwaltung. Außerdem könne die Ferienbetreuung des Offenen Ganztags der Stadt am Montag nicht stattfinden.

Verdi fordert für die 2,3 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen unter anderem eine Anhebung der Einkommen um 4,8 Prozent oder um einen Mindestbetrag von 150 Euro.

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