Notfälle
14-Jährige tot in Ruine gefunden: Obduktion am Sonntag

Ein 14-jähriges Mädchen aus Duisburg wird als vermisst gemeldet - tags drauf findet die Polizei sie tot in einer Ruine auf einem Brachgelände in Duisburg. Ob dahinter eine Straftat oder ein Unfall steckt, soll nun die Obduktion klären.

Sonntag, 11.10.2020, 11:17 Uhr aktualisiert: 11.10.2020, 11:42 Uhr
Blaulichter leuchten auf einem Streifenwagen der Polizei. Foto: Jens Büttner

Duisburg (dpa/lnw) - Nach dem Fund einer toten 14-Jährigen in einer Hausruine in Duisburg wird die Leiche des Mädchens am Sonntag obduziert. «Wir sind uns noch sehr im Unklaren, was passiert ist», sagte der ermittelnde Staatsanwalt Martin Mende der Deutschen Presse-Agentur. «Wir hoffen, dass die Obduktion im Laufe dieses Tages Erkenntnisse erbringt.»

Nach Angaben der Polizei war die 14-jährige am frühen Samstagabend im Keller des abbruchreifen Hauses gefunden worden. Es lägen weiterhin keine gesicherten Erkenntnisse darüber vor, ob von einem Unfall oder einer Straftat auszugehen sei, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Anhaltspunkte für einen Suizid habe man allerdings bislang nicht.

Ihr 33 Jahre alter Bruder hatte die 14-Jährige am Freitag als vermisst gemeldet. Nach Hinweisen, dass sich das Mädchen zuvor öfter an dem verlassenen Haus aufgehalten haben soll, hatte die Polizei auch dort nach ihr gesucht, berichtete ein Polizeisprecher am Sonntag. Die 14-Jährige soll seit Freitag mit ihrem gleichaltrigen Freund unterwegs gewesen sein. Dieser war noch am Freitagabend in Düsseldorf von der Polizei aufgegriffen worden, nachdem Passanten sich wegen eines desorientiert wirkenden Jugendlichen gemeldet hatten, wie der Polizeisprecher sagte. Auch er habe Hinweise zu dem möglichen Aufenthaltsort des Mädchens gemacht. Die Polizei hatte einen Hubschrauber sowie Spürhunde angefordert - habe den toten Teenager dann aber ohne diese Hilfsmittel entdeckt.

Das Abbruchhaus befindet sich den Angaben zufolge auf einem zugewachsenen Brachgelände in einer Sackgasse. Es sei umzäunt und aufgrund des Buschwerks von außen kaum einsehbar. «Man kann sich dort unbemerkt bewegen», sagte der Sprecher. Es gebe Spuren, die darauf hindeuten, dass sich dort trotz des Metallzaunes immer mal wieder Menschen aufgehalten hätten, so der Sprecher.

Die intensive Spurensuche vor Ort sollte am Sonntag fortgesetzt werden. Auch von einer Reihe weiterer Vernehmungen versprechen sich die Ermittler Erkenntnisse über das noch unklare Geschehen.

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