Fußball
1:3 haut Jahn nicht um: «Jetzt haben wir ein Spiel verloren»

Am 6. Spieltag verlassen die Regensburger Profis den Platz in Paderborn erstmals als Verlierer. Der Trainer beklagt ein paar teure Fehler. Auswärts ist der Jahn im kompletten Jahr 2020 sieglos.

Sonntag, 01.11.2020, 10:15 Uhr aktualisiert: 01.11.2020, 10:22 Uhr
Trainer Mersad Selimbegovic von Regensburg gestikuliert. Foto: Bernd Thissen

Paderborn (dpa/lby) - Mersad Selimbegovic hakte die erste Saisonniederlage des SSV Jahn Regensburg in der 2. Fußball-Bundesliga ganz professionell ab. «Jetzt haben wir ein Spiel verloren, aber mit der Leistung und dem Einsatz können wir zufrieden sein», sagte der Jahn-Coach nach dem 1:3 (1:1) beim Bundesliga-Absteiger SC Paderborn am 6. Spieltag und fügte unaufgeregt hinzu: «Dass wir nicht die ganze Saison ungeschlagen bleiben, das war jedem klar.»

Die Paderborner setzten vor leeren Rängen in der Benteler-Arena ihren Oktober-Aufwärtstrend fort. Der zweifache Torschütze Uwe Hünemeier (20./79. Minute) und der eingewechselte Marco Terrazzino (62.) sicherten dem Team von Trainer Steffen Baumgart mit ihren Toren den zweiten Sieg der Spielzeit.

Der Jahn kam durch Andreas Albers nur zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich (23.). «Es war ein interessantes Spiel, mit vielen Zweikämpfen und viel Tempo - und leider auch ein paar Fehlern, vor allem auf unserer Seite. Und die waren teuer für uns», analysierte Selimbegovic. Das 1:2 habe seinem Team «den Nacken gebrochen».

Die zuvor ungeschlagenen Oberpfälzer erlebten einen unglücklichen Samstagnachmittag. «Wir mussten sehr viel improvisieren», stöhnte der Trainer. Kurz vor dem Anpfiff musste Kapitän Benedikt Gimber passen. Er konnte wegen einer schweren Wadenprellung nicht auflaufen. Für ihn rückte der eigentlich gar nicht vorgesehene Benedikt Saller nach.

Und beim 0:1 durch Hünemeier verletzte sich Alexander Meyer, sodass Ersatzkeeper Kevin Kunz nach einer knappen halben Stunde zu seinem Zweitliga-Debüt kam. Dieser habe seine Sache ordentlich gemacht, urteilte Selimbegovic. Seine Mannschaft habe nach der Pause offensiv «nicht mehr konsequent im letzten Drittel» agiert.

2020 ist der Jahn damit auswärts weiterhin sieglos. «Wir haben auch viele gute Spiele abgeliefert», bemerkte Selimbegovic zu der Serie in fremden Stadien. «Ich bin guter Dinge, dass wir bis Ende 2020 auch auswärts drei Punkte holen», sagte der Jahn-Trainer. Drei Chancen bleiben ihm und seiner Mannschaft noch: In Fürth, Aue und Heidenheim.

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