Krankheiten
3369 Neuinfektionen in NRW: Kein Engpass im Intensivbereich

Die Corona-Infektionen nehmen deutlich zu. Das machen auch die jüngsten RKI-Daten für NRW deutlich. Auf den Intensivstationen im Land gibt es nach Verbandsangaben derzeit keine Engpässe. Aber das Infektionsgeschehen ist dynamisch, warnt die Krankenhausgesellschaft.

Montag, 02.11.2020, 13:22 Uhr aktualisiert: 02.11.2020, 13:32 Uhr
Eine Person geht an einem Hinweisschild für eine Maskenpflicht vorbei. Foto: Federico Gambarini

Düsseldorf/Berlin (dpa) - Die NRW-Gesundheitsämter haben nach einer Übersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Montagmorgen 3369 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Innerhalb der vergangenen sieben Tage wurden dem RKI insgesamt 27 246 neue Fälle aus Nordrhein-Westfalen übermittelt. Am Montag vergangener Woche lag dieser Wert mit 18 808 Neuinfektionen noch deutlich niedriger.

Bezogen auf 100 000 Einwohner lag die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen nach den jüngsten Daten in NRW am Montag bei 151,8. Am Montag vergangener Woche waren es in der Relation 104,8 Fälle. Erfahrungsgemäß sind die Fallzahlen an Montagen niedriger - auch, weil an Wochenenden weniger getestet wird. Außerdem liegen auch nicht von allen NRW-Gesundheitsämtern bereits neue Daten vor.

Nach Angaben der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen gibt es derzeit keine Engpässe auf den Intensivstationen. «Im Moment sieht es so aus, dass ausreichend Kapazitäten vorhanden sind», sagte ein Sprecher. Es gebe keine Meldungen von Krankenhäusern im Bundesland, dass sie aus Kapazitätsgründen keine neuen Corona-Patienten behandeln könnten. Allerdings handele es sich um ein dynamisches Geschehen.

Mit der Verschiebung planbarer Operationen könnte bei Bedarf noch in begrenztem Umfang zusätzliches Personal auf den Intensivstationen eingesetzt werden. «Da gibt es noch ein bisschen Luft», erklärte der Sprecher. Er verwies darauf, dass es schon vor der Pandemie einen Fachkräftemangel gegeben habe. Operationen bei Krebspatienten und chronisch Kranken zum Beispiel könnten nicht verschoben werden.

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