Prozesse
Sprengsatz geworfen: Wegen versuchten Mordes vor Gericht

Aachen (dpa/lnw) - Weil er einen selbstgebastelten Sprengsatz auf einen Sicherheitsmitarbeiter einer Bank geworfen haben soll, steht ein Mann in Aachen wegen versuchten Mordes vor Gericht. Am Dienstag begann vor dem Landgericht der Prozess gegen den 36-Jährigen. Ihm wird vorgeworfen, im April in Würselen bei Aachen eine Bombe mit 67 Nägeln, Metallteilen und dem Abrieb von Wunderkerzen in Richtung des Security-Manns geschmissen zu haben. Anlass war laut Anklage, dass der Mitarbeiter ihm den Zutritt zur der gerade im Umbau befindlichen Filiale verwehrt hatte. Mit der Tat habe er tödliche Verletzungen in Kauf genommen. Den Sprengsatz konnte der Mitarbeiter wegtreten, allerdings soll er durch die Detonation ein Knalltrauma erlitten haben.

Dienstag, 03.11.2020, 16:28 Uhr aktualisiert: 03.11.2020, 16:42 Uhr

Vor Gericht erklärte der 36-jährige Angeklagte, er habe nur erschrecken und nicht verletzen wollen. Er habe sich zu der Zeit in einer persönlichen Belastungssituation befunden. Dem Angeklagten wird auch Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Er sitzt in Untersuchungshaft.

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