Gesundheit
Gesundheitsminister: Einigung zu Vorgehen bei Corona-Impfung

Berlin/Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben ein gemeinsames Vorgehen bei Impfungen gegen Corona beschlossen. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit in Berlin am Samstag mit. Die Gesundheitsministerkonferenz habe sich unter dem Vorsitz von Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) gemeinsam mit Bundesminister Jens Spahn (CDU) auf ein einheitliches und abgestimmtes Vorgehen zur Versorgung mit Impfstoffen verständigt.

Samstag, 07.11.2020, 15:44 Uhr aktualisiert: 07.11.2020, 15:52 Uhr
Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit. Foto: Michael Sohn

Der Beschluss vom Freitagabend sieht unter anderem vor, dass der Bund die Impfstoffe beschafft und finanziert und die Länder Impfzentren einrichten. Das NRW-Gesundheitsministerium plant nach eigenen Angaben bereits verschiedene Verteilwege, hieß es am Samstag aus Düsseldorf.

Die Impfstoffe sollen den Angaben aus Berlin zufolge durch die Bundeswehr oder durch die Hersteller angeliefert werden. Die Impfdosen sollen dem Bevölkerungsanteil entsprechend an die Länder verteilt werden, die die Impfzentren in eigener Verantwortung errichten. Dabei könne etwa die jeweilige Kassenärztliche Vereinigung einbezogen werden.

Insgesamt sei von 60 Standorten bundesweit auszugehen. Die Lieferung der Impfdosen sei mit Blick auf Lagerung und Transport nur an einer begrenzten Zahl von Standorten in jedem Bundesland möglich, heißt es in dem Beschluss. Die Standorte sollen bis zum 10. November festgelegt werden. Der Bund übernimmt den Angaben zufolge die Hälfte der Kosten für die Impfzentren.

«Nach Zulassung eines Impfstoffs ist zunächst von einer begrenzten Anzahl verfügbarer Impfdosen auszugehen», heißt es im Beschlusstext. Zunächst sollen besonders Risikogruppen berücksichtigt werden. Dabei sollen auch mobile Impfteams zum Einsatz kommen. Den Nachweis, dass sie berechtigt sind, müssen die zu Impfenden selbst erbringen. «Die Teilnahme an der Impfung ist freiwillig», heißt es weiter.

Das NRW-Gesundheitsministerium plant einen Zugang zu Impfungen unter anderem über Impfzentren, eine Versorgung über niedergelassene Ärzte und Betriebsärzte sowie «aufsuchende Angebote». Das Ministerium betonte am Samstag, dass die Errichtung geeigneter Impfstrukturen «komplex» sei. So müsse Personal gewonnen werden. Auch sei die Lagerung mit hohen Ansprüchen an die Lagerstandorte verbunden.

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