Fußball
Löw von guter Götze-Form überrascht

Berlin (dpa/lnw) - Fußball-Bundestrainer Joachim Löw hat den Wechsel von Mario Götze zur PSV Eindhoven als richtige Entscheidung bewertet und hält eine Rückkehr des WM-Helden von 2014 in die Nationalmannschaft für möglich. «Wir verlieren ihn auch nicht aus den Augen», sagte der 60-Jährige in einem Interview mit dem Internetportal «Sportbuzzer» über den früheren Dortmunder (Montag). Er habe in den letzten Wochen immer wieder Kontakt mit dem 28-Jährigen gehabt, der ihn auf dem Laufenden gehalten habe.

Montag, 09.11.2020, 09:06 Uhr aktualisiert: 09.11.2020, 09:12 Uhr
Eindhovens Mario Götze am Ball. Foto: Maurice Van Steen

Götze stand vor rund drei Jahren zuletzt im Auswahlkader und wurde in seinem 63. Länderspiel beim 2:2 gegen Frankreich am 14. November 2017 eingewechselt. Bei der WM in Brasilien hatte er im Finale das Tor zum 1:0-Erfolg gegen Argentinien erzielt und die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zum vierten WM-Titel geschossen. Bei seiner Vorstellung in Eindhoven hatte Götze seine Ambitionen für ein Comeback im Löw-Team bekräftigt. «Definitiv möchte ich wieder zurück in die Nationalmannschaft», hatte er gesagt.

Beim 3:0-Sieg seines Clubs am Sonntag in der Eredivisie gegen Willem II Tilburg erzielte Götze mit dem Treffer zum 2:0 sein zweites Tor in der niederländischen Meisterschaft, auch in der Europa League hat er bereits getroffen. Von der guten Form des Offensivspielers ist Löw überrascht. «Das war so nicht zu erwarten», sagte der Bundestrainer, «er wirkt sehr frisch und sehr agil, die Freude ist ihm anzumerken. Das braucht er für seine Leichtfüßigkeit, für seine Variabilität.»

Nach Meinung von Löw war das WM-Finaltor für Götze eine Belastung. «Er hatte durch das Tor 2014 einen Rucksack auf, der sicher auch eine große Last bedeutet hat», urteilte er. In Deutschland habe sich immer alles auf ihn fokussiert. Mit dem Wechsel in die Niederlande «hat er für sich genau die richtige Entscheidung getroffen - nämlich außerhalb des Präsentiertellers Bundesliga einen Neustart zu wagen», sagte der Bundestrainer.

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