Demonstrationen
300 NRW-Polizisten in Leipzig im Einsatz: Zwei Verletzte

Düsseldorf /Leipzig (dpa/lnw) - Bei den Demonstrationen am Wochenende in Leipzig sind mehr als 300 Polizisten aus Nordrhein-Westfalen im Einsatz gewesen. Zwei von ihnen seien durch Steinwürfe leicht verletzt worden, berichtete das NRW-Innenministerium am Montag in Düsseldorf auf Anfrage.

Montag, 09.11.2020, 16:12 Uhr aktualisiert: 09.11.2020, 16:22 Uhr
Polizei geht mit Wasserwerfern vor bei Ausschreitungen in Connewitz. Foto: Sebastian Willnow

Am Rande mehrerer Kundgebungen war es zu Ausschreitungen und Angriffen auf Polizisten und Journalisten gekommen. Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken hatte kritisiert, die Polizei sei überfordert gewesen.

«Ich wundere mich über die Kritik manchen Politikers aus dem Homeoffice und halte sie für unseriös», sagte der NRW-Landeschef der Gewerkschaft der Polizei, Michael Mertens. Die Zusammenarbeit von Polizeibeamten verschiedener Bundesländer sei seit langem geübte Praxis. «Aber so eine Demo in Pandemie-Zeiten in der Leipziger Innenstadt ist schon schwierig. Deswegen hatte die Polizei ja auch einen anderen Standort vorgeschlagen.»

Die Stadt Leipzig hatte die «Querdenken»-Demo eigentlich an den Stadtrand legen wollen, um das Infektionsrisiko gering zu halten. Das sächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) hatte die Veranstaltung am Samstag dann aber doch unter Auflagen in der Innenstadt zugelassen. Letztendlich demonstrierten dann mindestens 20 000 Menschen gegen die Corona-Beschränkungen - die meisten laut Polizei ohne Masken.

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