Gesundheit
Krisenstab: Maskenpflicht für Grundschüler soll kommen

Krefeld (dpa/lnw) - Die Stadt Krefeld will noch vor dem Wochenende eine Maskenpflicht für Grundschüler auch im Unterricht aussprechen. Es liefen aber weiterhin letzte juristische Prüfungen zur Umsetzung dieser Schutzmaßnahme, sagte ein Sprecher der Stadt am Dienstag nach einer Beratung des Krefelder Corona-Krisenstabs. Die Entscheidung sei noch nicht final. Zuletzt hatte die Stadt schon die dringende Empfehlung ausgesprochen, dass Schülerinnen und Schüler an Krefelder Grundschulen auch im Unterricht eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen sollen. In Krefeld gibt es 29 Grundschulen.

Dienstag, 10.11.2020, 15:29 Uhr aktualisiert: 10.11.2020, 15:42 Uhr
Zwei FFP3 Atemschutzmasken liegen auf einem Tisch im Sonnenschein. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

In Nordrhein-Westfalen sind derzeit bis auf Grundschüler alle Schüler verpflichtet, auf dem Schulgelände und im Unterricht durchgehend eine Maske zu tragen, außer beim Essen und Trinken. Nur Grundschüler dürfen im Klassenraum ihre Maske abnehmen. Lehrer dürfen ohne Maske unterrichten, solange sie einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten können.

Die vor Ort zuständigen Gesundheitsbehörden können laut NRW-Schulministerium allerdings im Einzelfall weitergehende Maßnahmen an Grundschulen anordnen, sofern die Entwicklung des Infektionsgeschehens dies unbedingt und nachweislich erfordere.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hatte sich zuletzt für eine Maskenpflicht im Unterricht auch in Grundschulen ausgesprochen. «Ich weiß, dass das gerade für kleinere Kinder ein anstrengendes Prozedere ist, eine Maske aufzubehalten über die Stunden», sagte sie. «Aber das ist eben ein Umgang, den man vielleicht auch lernen kann.»

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