Gesundheit
Aufsichtsbehörde prüft Monheimer Eislaufbahn im Corona-Jahr

Düsseldorf/Monheim (dpa/lnw) - Streit um die vorweihnachtliche Eislaufbahn vor dem Monheimer Rathaus: Die zuständige Aufsichtsbehörde prüfe den Fall, teilte das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf mit. Aus Sicht des Ministeriums gilt: «Die Nutzung der Eislaufbahn für den Schulsport ist im Rahmen der Coronabetreuungsverordnung zulässig. Sofern die Eisbahn auch als Einrichtung für Freizeitaktivitäten betrieben werden soll, ist dies unzulässig.» Dann verhielte es sich ähnlich wie bei Skiliften, die derzeit als Freizeit- und Vergnügungsstätten coronabedingt geschlossen bleiben müssen.

Mittwoch, 02.12.2020, 15:25 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 15:31 Uhr
Das Rathaus in Monheim. Foto: Oliver Berg

Monheims Bürgermeister Daniel Zimmermann (PETO) sieht das anders: «Wir halten die Freizeitnutzung für zulässig, weil sie sich auf Kinder beschränkt», teilte er der dpa mit. Auf der Homepage der Stadt heißt es: «Die Nutzung der Eislaufbahn ist Kindern bis 14 Jahren vorbehalten, Kleinkinder dürfen auch mit Unterstützung die Bahn betreten. Beim öffentlichen Eislaufen muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.»

Dass rund um die Eisbahn aber auch mit deutlich mehr Zustrom gerechnet werden muss, lässt die Einladung an «alle Winterliebhaberinnen und -liebhaber» erahnen: «Unter Berücksichtigung aller geltenden Hygienevorschriften versüßt der 6. Monheimer Sternenzauber die Winterzeit mit Eisbahn, Glühweinduft, klassisch-winterlichen Köstlichkeiten und süßen Leckereien am Alm-Bistro», lockt die Stadt.

Andere Städte verzichten im Corona-Jahr vorsichtshalber auf ihre Eislauf-Bahnen zur Weihnachtszeit - darunter die Landeshauptstadt mit der beliebten Fläche an der Düsseldorfer Königsallee.

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