Kriminalität
Nach Schüssen in Meckenheim: Schützenverein gibt Waffen ab

Bonn (dpa/lnw) - Nach der von einem 44-Jährigen ausgelösten Schießerei in Meckenheim bei Bonn hat der Sportschützenverein des Mannes seine Waffen abgegeben. Sie seien einem Waffenhändler übergeben worden, teilte ein Sprecher der Polizei am Mittwoch mit. Darüber hinaus stehe der kleine Verein aus dem Ort Wachtberg, der nach den vorliegenden Informationen zuletzt zehn aktive Mitglieder gehabt habe, vor der Auflösung. Zuvor hatte der Bonner «General-Anzeiger» berichtet.

Mittwoch, 02.12.2020, 17:05 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 17:12 Uhr
Polizisten sichern den Tatort in Meckenheim, nachdem ein Mann um sich geschossen hatte. Foto: Fabian Strauch

Der 44-Jährige war vor etwas mehr als einer Woche bewaffnet durch Meckenheim gezogen und hatte dabei um sich geschossen. Als die Polizei eintraf, verletzte er einen Beamten schwer. Schließlich kam es zu einer Konfrontation mit Spezialkräften, nach der der Schütze starb. Nach Erkenntnissen der Ermittler hatte er sich im Laufe des Geschehens selbst einen tödlichen Schuss zugefügt. Das Motiv soll im privaten Bereich liegen.

Wie sich nach dem Vorfall herausstellte, war der 44-Jährige Sportschütze und Inhaber einer Waffenbesitzkarte. Bei einer Durchsuchung wurden Messer, Macheten, eine Axt, große Menge Munition sowie mehrere Lang- und Kurzwaffen gefunden. Nach Angaben der Polizei war der 44-Jährige sogar Vorsitzender seines Sportschützenvereins.

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