Fußball
Kuipers leitet Mönchengladbachs Endspiel in Madrid

Madrid (dpa) - Die Schiedsrichter-Ansetzung für das entscheidende Champions-League-Vorrunden-Spiel von Borussia Mönchengladbach bei Real Madrid hat unschöne Erinnerungen beim Anhang der Borussen geweckt. Der europäische Fußballverband UEFA nominierte für das Spiel am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN) den niederländischen Unparteiischen Björn Kuipers.

Dienstag, 08.12.2020, 08:58 Uhr aktualisiert: 08.12.2020, 09:12 Uhr
Schiedsrichter Björn Kuipers zieht die gelbe Karte. Foto: Matthias Balk

Schon mehrmals haderten die Gladbacher in ihrer Europapokal-Historie mit Schiedsrichtern aus dem Nachbarland. Erst in der vergangenen Woche hatte der Niederländer Danny Makkelie den vermeintlichen Ausgleich von Alassane Plea zum 3:3 gegen Inter Mailand wegen einer passiven Abseitsstellung von Breel Embolo aberkannt. Dies hatte vor allem Gladbach-Coach Marco Rose auf die Palme gebracht.

1971 beim berüchtigten Büchsenwurf-Spiel gegen Inter Mailand war ebenfalls ein Niederländer Schiedsrichter: Jef Dorpmans. Das Spiel war annulliert worden, weil sich Mailands Roberto Boninsegna nach einem Treffer einer leeren Cola-Dose verletzt haben soll.

Besonders schmerzhaft aus Gladbacher Sicht ist aber die Erinnerung an den März 1976. Nach einem 2:2 im Hinspiel am Bökelberg gegen Real Madrid im Europacup der Landesmeister hatte der Niederländer Leonardus van der Kroft den Borussen beim 1:1 in Madrid zwei Tore aberkannt. Gladbach schied damals aus, van der Kroft pfiff danach international kein Spiel mehr.

Mit Kuipers haben die Borussen aber bislang keine schlechte Erfahrungen gemacht. Er leitete schon einige Europacup-Spiele der Gladbacher, unter anderem das 2:2 im Oktober in Mailand. Um das Achtelfinale der Champions League aus eigener Kraft zu erreichen, darf das Rose-Team in Madrid nicht verlieren.

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