Möbel
Hand in Schublade eingeklemmt: Verhandlung fällt aus

Minden (dpa/lnw) - Nachdem ein Junge sich in einer Besteckschublade die Hand eingeklemmt hatte, will der Großvater einen Küchenhersteller behördlich zu mehr Vorsorge zwingen. Eine Gerichtsverhandlung dazu am Donnerstag wurde aber kurzfristig abgesagt. Beide Seiten hätten kurz davor ihren Verzicht auf die mündliche Erörterung erklärt, sagte eine Sprecherin des Verwaltungsgerichts Minden.

Donnerstag, 10.12.2020, 12:34 Uhr aktualisiert: 10.12.2020, 12:42 Uhr
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener

Der Großvater hatte sich in dem Fall zunächst an die Bezirksregierung Detmold gewandt. Die Behörde hatte es aber laut Gerichtssprecherin abgelehnt, marktaufsichtsrechtlich gegen den Küchenbauer einzuschreiten. Die Nutzung einer Besteckschublade falle unter das allgemeine Lebensrisiko.

Gegen diese Ablehnung hatte der Mann vor dem Verwaltungsgericht geklagt. Nachdem aber nun Kläger und Beklagte auf eine weitere Erörterung verzichteten, wird das Gericht demnächst in einem schriftlichen Verfahren entscheiden. Wann das sein werde, stehe noch nicht fest. Der Fall sei weitgehend entscheidungsreif.

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