Verkehr
Wegen Corona-Verstoßes: Junger Autofahrer täuscht Polizei

Rietberg (dpa/lnw) - Nach einem schweren Verkehrsunfall im Kreis Gütersloh haben sich zwei Beifahrerinnen aus dem Staub gemacht, um nicht wegen Verstoßes gegen die Corona-Regeln verfolgt zu werden. Sie mussten sich später jedoch ins Krankenhaus begeben, und die Klinik informierte die Polizei, so dass alles aufflog.

Samstag, 02.01.2021, 14:31 Uhr aktualisiert: 02.01.2021, 14:42 Uhr
Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler

Ein 19-Jähriger aus Rietberg bei Gütersloh war nach Polizeiangaben vom Samstag am Freitagabend mit drei Beifahrerinnen im Alter von 14, 16 und 19 Jahren unterwegs. In einer Rechtskurve geriet er mit seinem Wagen ins Schleudern. Das Auto überschlug sich und prallte auf dem Dach liegend gegen einen Baum. Die vier Insassen konnten sich selbstständig aus dem Auto befreien.

«Aus Angst vor einer Anzeige wegen des Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung informierte der 19-jährige Pkw-Fahrer einen Freund aus Rietberg, ebenfalls 19 Jahre alt, der die 14 und 19-jährigen Mitfahrerinnen von der Unfallstelle abholte und nach Hause brachte», so die Polizei. Danach erst wurde die Polizei informiert. Den eintreffenden Beamten erzählte der Fahrer, sie seien nur zu zweit im Auto gewesen. Wegen der Corona-Beschränkungen dürfen sich derzeit nur Menschen aus zwei unterschiedlichen Haushalten treffen.

Bald darauf begaben sich jedoch alle drei Beifahrerinnen aufgrund akuter Beschwerden ins Krankenhaus. Sie wurden alle drei stationär behandelt. Die Polizei leitete Verfahren wegen Strafvereitlung und möglicher Corona-Verstöße ein.

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