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Insolvenzverfahren für Großbordell «Pascha» in Köln eröffnet

Köln (dpa/lnw) - Für das von der Corona-Krise hart getroffene Großbordell «Pascha» in Köln ist offiziell ein Insolvenzverfahren eröffnet worden. Es beziehe sich auf die Betreibergesellschaft des Hauses, erklärte ein Sprecher des Amtsgerichts Köln am Montag. Den Angaben zufolge wurde es bereits am 28. Dezember eröffnet - wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Das «Pascha» gehört zu den größten Bordellen in Europa.

Montag, 04.01.2021, 17:34 Uhr aktualisiert: 04.01.2021, 17:42 Uhr
Blick auf das Bordell "Pascha". Foto: Rolf Vennenbernd

Geschäftsführer Armin Lobscheid gab sich in einer Reaktion geschlagen. «Corona hat's geschafft», sagte er. Man könne in dieser Form nicht weiter machen, die zweite Corona-Welle habe jeden Rettungsversuch zunichte gemacht. 60 Mitarbeiter hätten die Kündigung erhalten - «weil eine Weiterführung aus jetziger Sicht nicht möglich ist», so Lobscheid.

Was mit dem markanten «Pascha»-Haus passiere, stehe noch in den Sternen. Rein theoretisch könne wohl irgendwann auch ein anderer Betreiber weitermachen. Zuvor hatten die «Bild»-Zeitung und andere Medien darüber berichtet. Der Insolvenzverwalter war zunächst nicht zu erreichen.

Dass das «Pascha» große Probleme hat, war seit längerem bekannt. Es hatte bereits Anfang September - während der ersten Schließung der Bordelle wegen der Corona-Pandemie - Insolvenz angemeldet. Die laufenden Kosten für das zehnstöckige Gebäude, in dem rund 60 Angestellte wie Masseure, Handwerker und Köche arbeiteten, seien zu hoch. Normalerweise arbeiten dort auch rund 120 Prostituierte, allerdings als Selbstständige.

Nach einer zeitweisen Lockerung hatte das Haus nach Angaben von Lobscheid im Herbst für drei Wochen wieder geöffnet. Mittlerweile ist der Betrieb von Bordellen in NRW erneut untersagt.

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