Prozesse
Anklage gegen mutmaßliche IS-Terroristin aus Essen erhoben

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen eine mutmaßliche IS-Terroristin aus Essen erhoben. Die 30-Jährige habe Deutschland 2015 mit ihren vier Kindern verlassen, um sich in Syrien dem sogenannten Islamischen Staat anzuschließen, teilte die Behörde am Donnerstag in Karlsruhe mit.

Donnerstag, 07.01.2021, 17:48 Uhr aktualisiert: 07.01.2021, 18:02 Uhr
Blick auf den Eingang zum Oberlandesgericht in Düsseldorf. Foto: Rolf Vennenbernd

Die Anklage sei beim Oberlandesgericht in Düsseldorf eingegangen und werde nun geprüft, sagte ein Gerichtssprecher. Die Deutsch-Libanesin war nach ihrer Rückkehr aus Syrien am 28. Juli 2020 in Essen festgenommen worden.

Neben der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung wird ihr in der Anklage zur Last gelegt, ihre Fürsorgepflicht gegenüber ihren Kindern verletzt und sie in Gefahr gebracht zu haben.

Fadia S. sei Salafistin. Ihre Kinder habe sie im Sinne der radikal-islamistischen Lehre des IS erzogen. Anfang 2018 sei ihr zusammen mit ihren mittlerweile fünf Kindern die Flucht in die Türkei und anschließend im Februar 2018 die Rückreise nach Deutschland gelungen.

Nachrichten-Ticker