Kirche
Rekowski: Darf bei Digitalisierung keinen Rückfall geben

Düsseldorf (dpa) - Die Corona-Krise hat in der Kirche nach Einschätzung von Präses Manfred Rekowski einen «kaum vorstellbaren Digitalisierungsschub» ausgelöst. Dies zeige etwa ein Blick auf die Homepages der Kirchengemeinden. Neue Partizipationsmöglichkeiten seien entdeckt worden und würden zunehmend genutzt, sagte der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, am Montag bei der Synode der Landeskirche in Düsseldorf in seinem Bericht. «Hier darf es keinen Rückfall in die Zeit vor der Corona-Krise geben, sondern hier ist die Weiterentwicklung der guten Ansätze nötig», forderte er. Digitalisierung sei kein Selbstzweck. Ziel sei es, dorthin zu gehen, wo die Menschen seien.

Montag, 11.01.2021, 14:40 Uhr aktualisiert: 11.01.2021, 14:52 Uhr
Präses Manfred Rekowski spricht bei der Eröffnung der 71. Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland. Foto: Thomas Frey

Zudem sprach sich Rekowski grundsätzlich bei Hygienekonzepten gegen ein Verbot von Präsenzgottesdiensten in der Pandemie aus. Gleichzeitig könne es bei konkreten Gefährdungssituationen «eine verantwortliche lokale und regionale Entscheidung sein, freiwillig auf präsente Gottesdienstangebote zu verzichten».

Die Evangelische Kirche im Rheinland hält ihre Synode bis Freitag ab. Sie findet wegen der Corona-Pandemie erstmals komplett digital als Videokonferenz statt. Die mit 2,45 Millionen Mitgliedern zweitgrößte evangelische Landeskirche in Deutschland umfasst Teile der Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland.

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