Innere Sicherheit
BKA-Chef für Immobilienregister im Kampf gegen Kriminalität

Berlin (dpa) - Im Kampf gegen die Organisierte Kriminalität hat sich der Chef des Bundeskriminalamts, Holger Münch, für die Schaffung eines Immobilienregisters ausgesprochen. «Versuchen sie mal in Deutschland festzustellen, wer Geld in Immobilien investiert hat», sagte Münch am Montag bei einer Konferenz der NRW-Landesregierung in Berlin zur inneren Sicherheit. Ein Immobilienregister könne die Vermögensabschöpfung im Bereich der Organisierten Kriminalität deutlich erleichtern.

Montag, 11.01.2021, 16:04 Uhr aktualisiert: 11.01.2021, 16:12 Uhr
Holger Münch, BKA-Präsident. Foto: Fabian Sommer

Zuletzt habe es 45 Ermittlungsverfahren der Organisierten Kriminalität mit Clan-Bezug gegeben. «Wir ermitteln in verschiedenen Bundesländern», sagte Münch. Besonders betroffen seien Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Berlin und Bremen. Es werde einen «langen Atem brauchen», dieses Phänomen zu bekämpfen.

Die Clan-Kriminalität sei in Deutschland über 30 Jahre hinweg entstanden. Begonnen habe es mit Zuwanderung aus der Türkei und dem Libanon Anfang der 1990er Jahre, abgelehnten Asylanträgen und aufenthaltsrechtlichen «Duldungsketten», so Münch. «Die zweite Generation ist die problematische, die in der Organisierten Kriminalität gelandet ist», sagte der BKA-Chef. Sie sei bildungsfern und nicht integrationsbereit.

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