Fußball
Arminia-Kapitän Klos: «Purer Frust und sehr enttäuschend»

Aufsteiger Arminia Bielefeld scheint Anfang Januar auf einem hervorragenden Weg und beendet die Hinrunde auf Rang 15, der am Ende zum Klassenerhalt reichen würde. Doch am Sonntag kassieren die Ostwestfalen den zweiten herben Rückschlag hintereinander.

Montag, 01.02.2021, 06:37 Uhr aktualisiert: 01.02.2021, 06:52 Uhr
Bielefelds Kapitän Fabian Klos nach dem Spiel. Foto: Rolf Vennenbernd

Köln (dpa) - Kapitän Fabian Klos war maximal gefrustet und redete mal wieder Klartext. «Wir wurden mit einfachen Mitteln abgekocht», schimpfte der Stürmer von Arminia Bielefeld nach dem 1:3 (0:2) beim 1. FC Köln: «Wir treffen so viele falsche Lösungen, hinten wie vorne. Das ist einfach nur purer Frust und sehr enttäuschend.»

Mit disziplinierten Leistungen und einem Zwischenhoch mit zehn Punkten aus fünf Spielen bei nur einem Gegentor hatte sich der von vielen als Absteiger Nummer 1 betrachtete Aufsteiger zum Hinrunden-Abschluss auf den am Saisonende rettenden 15. Platz vorgearbeitet. Die Rückrunde begann nun mit null Punkten und 2:8 Toren aus zwei Spielen.

«Wir hätten zeigen können, dass Frankfurt ein Ausrutscher war. Aber das Gegenteil ist passiert», schimpfte Klos: «Jetzt sind wir wieder da, wo wir vor ein paar Wochen waren.» Nämlich auf Relegationsplatz 16. Auf den ersten direkten Abstiegsplatz hat die Arminia zwar noch sieben Punkte Vorsprung. Doch dem Spiel am nächsten Sonntag gegen Werder Bremen kommt nun eine entscheidende Bedeutung zu.

Mit einem Sieg könnte die Arminia bis auf drei Zähler an die aktuell elftplatzierten Bremer heranrücken. Im Falle einer Niederlage würden sie als 16. in den dann folgenden heftigen Sechserpack gehen: Mit dem FC Bayern, Wolfsburg, Dortmund, Union Berlin, Leverkusen und Leipzig warten dann sechs der ersten Acht der Tabelle. In der Hinrunde holten die Bielefelder gegen diese sechs Gegner keinen Punkt bei 4:17 Toren.

Vielleicht wollte Trainer Uwe Neuhaus auch deshalb den Druck am Sonntag nicht unnötig erhöhen. Der erfahrene Coach sah zwar «eine Niederlage, die weh tut», äußerte sich aber ansonsten viel versöhnlicher als sein Kapitän. «Wir müssen in der Abwehr wacher sein», sagte der 61-Jährige: «Ansonsten haben wir nicht so viel falsch gemacht.» Sowieso sehe er nicht nur einen Dreikampf mit den nun auf Rang 14 vorgerückten Kölnern und Hertha BSC um den Relegationsplatz, sondern einen nach oben wie unten offenen Abstiegskampf: «Da wird noch einiges passieren.»

© dpa-infocom, dpa:210201-99-249202/2

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