Fußball
BVB hofft auf Ende des Fluchs: «Wollen es besser machen»

Die Meisterschaft ist bereits so gut wie verspielt. Deshalb gewinnt der DFB-Pokal für den BVB an Bedeutung. Nach dem Aus der Bayern scheint der Weg ins Finale weniger beschwerlich. Mit einem Sieg über Paderborn käme man dem Sehnsuchtsort Berlin ein Stück näher.

Montag, 01.02.2021, 15:20 Uhr aktualisiert: 01.02.2021, 15:32 Uhr
Dortmunds Cheftrainer Edin Terzic gestikuliert. Foto: Martin Meissner

Dortmund (dpa/lnw) - Achtung Achtelfinale! Nach zuletzt drei Pokal-Knockouts in der Runde der letzten 16 Teams will sich Borussia Dortmund eine weitere Enttäuschung ersparen. «Es ist bekannt, dass es in diesem Wettbewerb oftmals kein Morgen gibt. Wenn man im Pokal patzt, gibt es keine Chance mehr, das zu korrigieren», warnte Edin Terzic vor dem Spiel gegen den SC Paderborn am Dienstag (20.45 Uhr/ARD und Sky). Der BVB-Coach sieht sein Team in der Bringschuld: «Morgen ist die gute Chance da, es besser zu machen.»

Die Aufgabe gegen den Zweitliga-Neunten scheint gut lösbar, könnte sich aber als tückisch erweisen. Weil die Mannschaft in dieser Saison nach guten Auftritten häufig zur Nachlässigkeit gerade gegen Außenseiter neigte, ist Vorsicht geboten. Als Blaupause soll das 3:1 am Samstag gegen den FC Augsburg an gleicher Stätte dienen. Obwohl die Borussia früh in Rückstand geriet und kurz danach noch einen Elfmeter verschoss, geriet sie diesmal nicht ins Wanken. «Das muss der Maßstab sein», sagte Sportdirektor Michael Zorc den «Ruhr Nachrichten» (Montag). «Erst in den kommenden Wochen» werde sich zeigen, ob der Sieg über Augsburg eine Trendwende war.

Um seine Profis dafür zu sensibilisieren, den Zweitligisten aus Paderborn nicht zu unterschätzen, könnte Terzic ihnen TV-Aufnahmen vom vergangenem Gastspiel der Ostwestfalen am 22. November 2019 in Dortmund zeigen. Nach einer desaströsen ersten Halbzeit lag der hohe Favorit gegen das damalige Bundesliga-Schlusslicht mit 0:3 zurück und rettete sich am Ende noch mit Mühe und Not zu einem 3:3. «Da sieht man, wie schnell es gehen kann, wenn man nicht von Anfang an auf der Höhe ist», kommentierte Terzic, der erneut auf Keeper Roman Bürki, Axel Witsel, Thomas Meunier und Thorgan Hazard verzichten muss.

Für die Borussia gewinnt der Wettbewerb an Wertigkeit, weil der Meistertitel bei bereits 13 Punkten Rückstand auf Bundesliga-Spitzenreiter FC Bayern bereits verspielt scheint. Terzic hofft auf den Finaleinzug: «Wenn man mal erlebt hat, dass ganz Berlin schwarzgelb ist, weiß man, was das für einen Stellenwert hat. Deshalb wollen wir dafür kämpfen, ähnliche Erlebnisse wieder zu haben.»

Diese ambitionierten Ziele der Borussia können Steffen Baumgart nicht schrecken. Unbeeindruckt sprach der Paderborner Trainer seinen Profis Mut zu. «Wir brauchen einen sensationellen Tag, um die Überraschung zu schaffen. Aber wir fahren dahin, um sie zu schaffen.» Den passablen Auftritt seiner Mannschaft am vergangenen Zweitliga-Spieltag beim Spitzenreiter Hamburger SV (1:3) wertete der der 49 Jahre alte Fußball-Lehrer als Mutmacher für die schwere Aufgabe in Dortmund: «Wer sich unsere Laufdaten gegen Hamburg angeschaut hat, der sieht, dass unsere Mannschaft topfit ist. Meine Jungs sind gut drauf. Das werden sie auch morgen zeigen.»

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