Prozesse
Tüte mit Essensresten soll blutigen Streit ausgelöst haben

Köln (dpa/lnw) - Auf den Boden geworfene Speisen vor einem Schnellrestaurant in der Kölner Innenstadt sollen im August 2020 eine blutige Auseinandersetzung ausgelöst haben. Seit Dienstag steht ein 27-Jähriger unter anderem wegen versuchten Totschlags vor dem Kölner Landgericht. Mit mehreren Messerstichen, einer davon in die Nieren, soll der Mann seinen Kontrahenten lebensgefährlich verletzt haben. Der Angeklagte räumte zu Prozessbeginn die Tat ein.

Dienstag, 02.02.2021, 11:25 Uhr aktualisiert: 02.02.2021, 11:33 Uhr
Auf der Richterbank liegt am ein Richterhammer aus Holz. Foto: Uli Deck

Laut Anklageschrift war der 27-Jährige in der Tatnacht gegen 2.20 Uhr vor einem Schnellrestaurant auf das spätere Opfer und dessen zwei Begleiter getroffen. Diese hätten eine Essenstüte «gekickt» und dabei die Begleiterin des Angeklagten getroffen, wie der Türke vor Gericht sagte. Daraufhin sei es zunächst zu einem verbalen Streit gekommen, bei dem die Begleiterin unflätig beleidigt worden sei.

Laut Anklage hatte sich die Situation aber wieder beruhigt, bevor der Angeklagte «plötzlich und unerwartet» ein Messer aus seiner Hosentasche gezogen und damit «in schneller Abfolge» auf sein Opfer eingestochen habe. Einen Tötungsvorsatz stritt der 27-Jährige ab. «Wenn ich wirklich vorgehabt hätte, den zu töten, dann hätte ich dem ins Herz gestochen», sagte der Angeschuldigte.

Der Prozess ist mit sieben weiteren Verhandlungstagen bis Mitte März terminiert.

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